Wechseljahrebeschwerden – Was hilft und was schadet?

„Diese Hitzewallungen machen mich wahnsinnig. Sie kommen immer, wenn man sie nicht braucht…“
„Ich kann einfach nicht mehr richtig gut schlafen. Ich schlafe nicht ein, wache ständig auf und liege ab 4 Uhr wach…“
„Meine Stimmung schwankt in der letzten Zeit so, dass sich sogar meine Familie beschwert…“
„Seit einiger Zeit nehme ich immer mehr zu und leider nicht mehr ab…“
„Sex, was ist das? Darauf habe ich im Moment überhaupt keine Lust mehr…“

Könnten diese Aussagen auch von dir sein? Machen dich deine Wechseljahre gerade verrückt?

Don’t be afraid! Es geht vorüber!

Ich habe mit vielen Frauen gesprochen, die sehr besorgt und ängstlich waren, als die ersten Wechseljahrebeschwerden auftauchten. Anfangs weiß man ja erst mal gar nicht, dass es Wechseljahrebeschwerden sind. Und das macht Angst. Mir ging es ja genauso, als mich mit 43 Jahren die ersten Symptome überraschten (meine Geschichte dazu kannst du hier lesen).

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Die gute Nachricht ist:

Wechseljahre sind KEINE Krankheit gegen die wir ankämpfen müssen.

Wechseljahre sind einfach ein Lebensabschnitt, in dem sich ganz viel ändert! In dir, um dich herum, im Außen. Und je besser wir diese Zeit annehmen, desto besser geht es uns!

Es beginnt eine Zeit, in der wir kleine Detektivinnen werden können. Wir sollten ganz neu herausfinden, was wir brauchen, was uns gut tut, welche Veränderungen im Leben anstehen und welche „geistigen“ Kinder es nun gilt zu gebären. Und es ist Zeit, mutig zu sein: zu handeln und Dinge auszuprobieren. Es gilt jetzt die „try and error“-Regel. Wir können einiges ausprobieren und testen, um herauszufinden, ob es uns hilft oder eher nicht. Wir können unseren „neuen“ Weg als Frau finden. Und je besser wir unser „neues“ Sein annehmen können, desto schneller können wir von der turbulenten Zeit des Wechsels in die ruhige, erfüllte Zeit der weisen Frau eintauchen.

Es geht nicht darum, sich selbst zu therapieren, sondern immer mehr deiner inneren Intuition zu folgen. Solltest du unsicher sein sprich auf alle Fälle mit dem Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens darüber.

Ich bin in den letzten 11 Jahren genau diesen Weg gegangen. Manchmal war er sehr anstrengend, turbulent, chaotisch, schmerzhaft. Aber immer war er spannend, erkenntnisreich und heilsam.

In diesem Beitrag habe ich für dich zusammengefasst, was mir geholfen hat, um wieder in meine Mitte zu kommen. Es ist meine sehr persönliche Sichtweise und daher sicher nicht vollständig. Vielleicht erkennst du ganz andere Weisheiten für dich. Gerne kannst du meine Erfahrungen unten im Kommentarbereich durch deine Erfahrungen und Tipps ergänzen. Das wäre toll!

Bevor wir aber dazu kommen, was mir während meiner Wechseljahre gut tut, schauen wir uns kurz an, wie sich unser hormonelles Ungleichgewicht auswirken kann.

Unser Hormonhaushalt verändert sich und wir uns mit ihm

Unsere Eierstöcke produzieren schon ab 30 immer weniger weibliche Sexualhormone. Erst sinkt das Progesteron und dann das Östrogen. Alle Hormone haben Ihre Aufgabe im Körper. Und wenn sie zu niedrig oder zu hoch sind, hat das eine große Wirkung auf viele Prozesse in unserem Körper (Quelle: „Die Hormonkur“ von Sara Gottfried):

  • Cortisol-Spiegel ist zu hoch: müde und aufgedreht gleichzeitig, Schlafstörungen, Fett wird gleich auf den Hüften und am Bauch gespeichert, blockiert die Aufnahme des beruhigenden Progesterons in die Zelle, Blutzucker-Spiegel steigt an, großes Verlangen nach Zucker und Wein, erhöhter Blutdruck, fördert Diabetes, beschleunigt den Alterungsprozess, Blutzufuhr zum Gehirn wird gemindert, unser Gedächtnis wird schlechter uvm.
  • Cortisol-Spiegel ist zu niedrig: man fühlt sich erschöpft und ausgelaugt, Depression, niedriger Blutdruck, Schwindel, Pessimismus, Bedürfnis zu weinen, usw.
  • Progesteron ist zu niedrig: Unfruchtbarkeit, nächtliches Schwitzen, Schlaflosigkeit, unregelmäßiger Menstruationszyklus, verlangsamter Stoffwechsel, Migräne, Reizbarkeit, Angstzustände, etc.
  • Östrogen ist zu niedrig: regt Appetit an, mindert Libido, führt zu Scheidentrockenheit, Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression, Knochenschwund (Osteopenie, Osteoporose ), Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen, schlechtes Gedächtnis, keine Lust mehr auf Sport, trockene Haut, usw.
  • der Östrogenspiegel ist zu hoch (Östrogendominanz): Kopfschmerzen, es denkt sich schwerer, Wassereinlagerungen, Haarausfall, schmerzhafte Menstruation, Wutanfälle, Schlafstörungen, schmerzempfindliche Brüste, Zysten, Endometriose, Brustkrebs, Blähbauch, etc.

Nun wäre es natürlich ein Leichtes, einfach die fehlenden Hormone medikamentös zu ergänzen.

Für mich war immer klar, dass ich das nicht wollte.  Zum einen wollte und will ich auch heute nicht in den natürlichen Veränderungsverlauf eingreifen.  Und zum anderen hat mich das höhere Krebsrisiko abgeschreckt. Meine Suche beschränkte sich daher immer auf den natürlichen Bereich. Und ich bin fündig geworden.

Was ich sehr schnell gespürt habe ist, dass mein Hormonsystem sehr schnell aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Es reagiert z.B. auf Nahrungsmittel, Umweltgifte, meine Gedanken, Stress und vieles mehr. Und da geht es dir vielleicht auch so, denn unser Hormonsystem ist ein extrem sensibler Organismus. Und wenn unsere Hormone verrückt spielen, dann reagiert der Körper mit zahlreichen Wechseljahrebeschwerden.

Lasst uns zuerst einmal schauen, was das Hormonsystem beeinflusst.

All diese Dinge können deinen Hormonhaushalt irritieren

  • zu viel sitzen
  • Stress und emotionale Krisen und Traumata
  • falsche Ernährung
  • rauchen
  • Übermäßiger Kaffee- schwarzer Tee- und Alkoholkonsum
  • Schilddrüsenunter- überfunktion
  • zu intensives Körpertraining
  • übermäßige Magerkeit (Fettanteil unter 21 %)
  • ständige Diäten
  • Zysten an den Eierstöcken

Was hat mir geholfen die Wechseljahrebeschwerden in den Griff zu bekommen?

Zuerst möchte ich gerne aufzeigen, was mir allgemein zur Unterstützung der Wechseljahre geholfen hat. Danach habe ich noch spezielle Tipps für häufig auftretende Wechseljahrebeschwerden (ich spreche nur von meiner persönlichen Erfahrung und bitte dich alles für dich zu überprüfen oder mit dem Experten deiner Wahl zu besprechen).

Entspannung – Meditation – Bewegung – Yoga

Diese Tipps sind für meine Begriffe die wichtigsten überhaupt. Und nicht nur, weil ich in den Wechseljahren bin. Sie sind für mich ein fester Bestandteil auf dem Weg zu meinem glücklichen und zufriedenen Leben. Versuche es doch auch mal.

  • Regelmäßige Entspannung – Da das gesamte Hormonsystem sofort auf Stress reagiert (siehe Abschnitt oben), ist es ganz wichtig, dass du immer auf einen guten Ausgleich von Anspannung und Entspannung achtest. Entspannung senkt deinen Cortisolspiegel, bringt deine Hormone ins Gleichgewicht und macht dich gelassener und zufriedener. Was entspannt dich? Yoga, TaiChi, Qigong, Entspannungstechniken, Atemübungen (hier geht es zum Atemvideo) , spazieren gehen, malen, singen, musizieren? Finde deine optimale Entspannungstechnik und gönne dir zwischendurch, vor allem abends vor dem Schlafengehen, deine Entspannung-Einheit. Schließe doch einfach mal während des Tages für 5 Minuten die Augen und atme. Das ist die einfachste und schnellste Entspannung, die du dir gönnen kannst.
  • Meditation – Seit ich täglich meditiere, bin ich deutlich gelassener und belastbarer. Mittlerweile gibt es sogar Studien, die beweisen, dass regelmäßige Meditation ähnlich wirkt wie ein Antidepressivum. Im Gehirn werden die Gehirnregionen aktiviert, die für Gelassenheit zuständig sind, die Angstzentren werden deaktiviert. Mehr Infos dazu findest du in einem Spiegel-Artikel hier.
  • Regelmäßig gemäßigten Sport treiben. Das ist natürlich häufig eine große Herausforderung. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, haben wir keine Lust mehr Sport zu treiben. Aber Sport hilft uns, dass Östrogen gebildet wird und dass wir uns gut und entspannt fühlen. Also müssen wir uns dazu „zwingen“, uns 3 – 4 Mal die Woche  sportlich zu betätigen. Vielleicht hilft dir ja unser „In 100 Tagen eine neue Gewohnheit programmieren-Kalender“. Diesen findest du hier im Download-Bereich: Kalender. Extremer Leistungsport irritiert unsere Hormone, also übertreibe es nicht.
  • Wechseljahrebeschwerden Dinah Rodrigues HormonyogaHormon-Yogatherapie nach Dinah Rodrigues. Hormon-Yogatherapie ist eine Kombination aus Hatha-Yoga, Atemübungen während der Übungen, Energielenkung und Entspannung. Seit vielen Jahren praktiziere und lehre ich Hormon-Yoga. Es ist unglaublich, welche Erfolge meine Yoga-Schülerinnen und ich in den letzten Jahren durch das Hormonyoga vorweisen konnten (angestiegener Östrogenspiegel, Normalisierung der Schilddrüse, Schwangerschaft, mehr Zufriedenheit, Entspannung und Gelassenheit, etc.). Als ich Dinah das letzte Mal traf war sie 84 Jahre alt und hat uns mit ihrer Energie und Ausstrahlung total geflasht! Dass Hormonyoga wirkt, könnt ihr auch auf der Seite von Dinah nachlesen: Dinah Rodrigues.

Und genau deshalb gibt es seit 2018 das ONLINE FrauSeele Yoga! Hier geht es zu den Details.hallo

Ernährung – Superfood – Nahrungsergänzung

Gesunde Ernährung/Ernährungsumstellung  wird im Zusammenhang mit den Wechseljahren von allen Experten als erstes genannt. Ich selbst habe das immer etwas belächelt. Meine größte Angst war es, mich einschränken zu müssen, nicht mehr das essen zu dürfen, was ich wirklich mag. Als ich dann durch eine längere „Fasten-Einheit“ plötzlich symptomfrei war (lies hier mehr), habe ich  meine Meinung komplett geändert. Heute bin ich sicher, dass „die richtige“ Ernährung nicht nur Wechseljahrebeschwerden reduzieren kann.

  • Eine gesunde, basische und  pflanzenüberschüssige Ernährung hat mir sehr geholfen. Weißen Zucker, Gluten, Kaffee, Alkohol meide ich mittlerweile. Ich esse 7 – 8 Portionen Obst/Gemüse pro Tag. Du kannst diese auch in Form von grünen Smoothies trinken, das ist viel einfacher, als z.B. 8 Äpfel zu essen :-). Wenn du auf eine basische Ernährung achtest, dankt es dir dein Körper. Reduziere dazu alle tierischen Eiweiße. Weitere Anregungen findest du dazu in unserem Bericht: „Wie wir gesund und jung bleiben“).
    Auch Sara Gottfried erklärt in ihrem Buch „Die Hormonkur“ wie Gluten, Kaffee, Alkohol, Fleisch und Milchprodukte unseren Hormonhaushalt beeinflussen können. Statt dem Kaffee am Morgen trinke ich gerne heißes Wasser, einen grünen Tee oder Matcha-Tee.
  • Shatavari ist ein wunderbares ayurvedisches Mittel für die Frau („die über 100 Männer verfügt…“). Es enthält Pythoöstrogene.  Shatavari reduziert die Gewichtszunahme, steigert die Libido und vermindert nahezu alle Wechseljahrebeschwerden. Ich trinke gerne Shatavari in meiner Kurkuma-Milch (Mandelmilch mit Kurkuma-Paste). Denn auch Kurkuma hat viele Wirkstoffe, die Wechseljahrebeschwerden minimieren können (es soll gut bei Knochenschwund sein, da es den Östrogen- und Progesteronhaushalt unterstützt). Shatavari passt auch wunderbar ein einen Smoothie. Hier kannst du Shatavari bestellen.
  • Wenn du morgens Müsli, Brei oder Smoothie frühstückst, dann füge doch mal Maca Pulver hinzu. Ich experimentiere sehr gerne mit Superfood in meinem morgendlichen Smoothie. Da darf (neben Shatavari) auch Maca nicht fehlen. Maca beinhaltet Östradiol und das wirkt sich positiv auf alle östrogenbedingten Wechseljahrebeschwerden aus (Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Gedächtnisprobleme, Scheidentrockenheit, etc.). Link zum Bestellen: Maca.
  • Viel trinken! Mindestens 2 Liter hochwertiges, stilles Wasser braucht unser Körper u.a. um Schadstoffe abzutransportieren. Und es hilft, die Trockenheit unserer Schleimhäute zu minimieren. Wunderbar ist auch das ayurvedische Wasser, das du 10 Minuten kochst und dann schluckweise über den Tag verteilt trinkst.
  • Homöopathische Globuli. Um festzustellen, welches homöopathische Mittel dich am besten unterstützen kann, suche dir einen sehr guten und erfahrenen Homöopathen. Nur ein Experte kann die für dich „richtigen“ Globuli ermitteln. Mich haben während der letzten Jahre Sepia und Lachesis wunderbar unterstützt.
  • Vitamin E und Magnesium könen viele Wechseljahre-Beschwerden zu reduzieren. Vor allem Vitamin E wirkt Wunder:  Vitamin E ist eines der besten Vitamine bei Östrogenmangel, Hitzewallungen, Scheidentrockenheit und Stimmungsschwankungen.

Am belastendsten während der Wechseljahre waren für mich immer die Hitzewallungen. Ich habe viel ausprobiert und zahlreiche Werkzeuge gefunden, die mir geholfen haben:

Was mir bei Hitzewallungen geholfen hat

  • Gluten weglassen. Es gibt mittlerweile Studien, die zeigen, dass ein schwankender Östrogenspiegel eine Nebenwirkung einer Gluten-Sensibilität ist. Seit ich Gluten weglasse, sind (fast) alle meine Wechseljahrebeschwerden verschwunden (mehr erfährst du hier).
  • Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und andere koffeinhaltigen Getränke habe ich mittlerweile stark reduziert oder lasse sie zeitweise sogar komplett weg. Koffein senkt lt. einer Studie (Quelle siehe unten)  den Östrogenspiegel der Frau und Kaffee und Alkohol erhöhen zudem den Cortisolspiegel. Bei mir rächt sich jedes Glas Alkohol in der Nacht und am nächsten Tag mit Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Und da Alkohol auch die Funktion der Leber extrem stört, habe ich für mich beschlossen, Alkohol ganz weg zu lassen (ist alles eine Sache der Gewohnheit – hätte ich mir vor 5 Jahren auch noch nicht vorstellen können). Und damit geht es mir einfach richtig gut!
  • Sitali und Sitkali sind kühlende Atemtechniken aus dem Yoga. Bei Sitali wird ein Zungenröllchen geformt, bei Sitkali wird die Zungenspitze nach hinten geklappt. Du atmest dann durch die geformte Zunge kühlende Luft ein und verteilst diese mit der Ausatmung (durch die Nase) im ganzen Körper. Hilft wirklich super!
  • Quadratischer Atem – 2 x pro Tag ca. 10 Minuten beruhigt und entspannt sehr. So geht es: Atme auf 4 sec. ein, halte die Luft 4 sec. an, atme 4 sec. aus und halte dann den Atem mit leerer Lunge 4 sec. an. Du kannst das Intervall auch erhöhen. Spüre, was dir gut tut.
  • Ruhiger werden und einen kühlen Kopf bewahren. Ruhe und Entspannung wirken laut Yoga-Philosophie kühlend und Aktion und Stress wärmend auf den Organismus.
  • Wärme/Hitze sinnvoll einsetzen. Z.B. warmherzige Gefühle zeigen oder „brennen“ für ein neues Projekt. Ich habe mit Beginn meiner Wechseljahre meinen langjährigen Job gekündigt und mich selbstständig gemacht. Ich habe immer mehr Projekte gefunden, für die ich „brenne“, die mich beseelen (wie z.B. das Projekt „FrauSeele“) und so konnte ich meine Hitze nach Außen abgeben.
  • Kräutertees z.B. aus Salbei, Traubensilberkerze, Johanniskraut und Frauenmantel helfen bei fast allen Wechseljahrebeschwerden. Sie regulieren die Schweißproduktion, haben eine östrogen- bzw. progesteronähnliche Wirkung und heben die Stimmung. Baldriantee verbessert den Schlaf.
  • Naturidentisches Progesteron (z.B. aus Yamswurzel) als Öl oder Creme. Empfehlen kann ich Diosgenin-Öl von Biomed Bartel und Progressence Phyto Plus-Öl von YoungLiving.  Mir hat das Diosgenin von Oswald Bartel vor allem am Anfang sehr geholfen. Heute benutze ich es immer mal wieder als Kur über 4 – 5 Monate. Die bioidentische Progesteron-Creme aus der Apotheke habe ich nach 1 Woche weggeworfen. Ich hatte nach 1 Woche Anwendung mehr Hitzewallungen als vorher und spürte einen totalen Widerstand die Creme zu nehmen.
  • Täglich Leinsamen. Leinsamen enthalten östrogenartige Lignane. Eine Studie (lt. Sara Gottfried) hat gezeigt, dass durch täglich ca. 30 g Leinsamen (4 EL) über einen Zeitraum von 6 Wochen die Hitzewallungen deutlich verringert wurden. Auch unser glutenfreies Müsli enthält sehr viel Leinsamen!
  • Granatapfel-Kerne enthalten Phytoöstrogene. Seit einiger Zeit habe ich einen Heißhunger auf Granatapfel-Kerne. Ich hatte keine Ahnung warum. Mir schmecken die Kerne sehr gut und ich habe auch das Gefühl, dass sie mir einfach gut tun. Irgendwann las ich dann, dass Granatapfel-Kerne Phytoöstrogene enthalten. Da war klar: mein weiser Körper hat sich durch Heißhunger gesucht, was er braucht! Seit dieser Zeit esse ich mehrmals die Woche die Kerne des Granatapfels im Müsli oder Salat.
  • Das Medikament femiLoges® hat mir zeitweise gut geholfen. Es enthält einen Extrakt aus der Wurzel des sibirischen Rhabarbers, der eine östrogenartige Wirkung hat.
  • Ich liebe mein Pfefferminz-Wasser, das ich nachmittags trinke. Während meiner Hitzewallungen-Phasen hat mich dieses Wasser von innen wunderbar gekühlt. Dazu gebe ich 1 Tropfen hochwertiges Pfefferminzöl (für die innere Einnahme geeignet) in 1 l stilles Wasser und trinke es schluckweise.
  • Saunagänge trainieren den Körper und helfen ihm, plötzliche Temperaturwechsel auszugleichen. Einmal in der Woche für 6 – 12 Minuten in die Sauna gehen hilft dem Körper sehr. Die kalte Dusche danach unterstützt das Training und bringt auch den Kreislauf in Schwung. Schon nach vier bis sechs Wochen kann der Körper seine Temperatur besser im Gleichgewicht halten. Hitzewallungen werden reduziert. Die tägliche Wechseldusche hat eine ähnliche Wirkung.

Scheidentrockenheit ist eines der größten Themen während der Wechseljahre

Durch einen niedrigen Östrogenspiegel werden unsere gesamten Schleimhäute sehr trocken. Ganz besonders merken wir das in der Scheide. Eine trockene Scheide führt zu großen Schmerzen beim Sex und zu weniger Lust auf Sex.

Am besten hilft aus meiner Erfahrung immer noch eine Östrogencreme, die im Bereich der Scheide aufgetragen wird. ABER das ist einfach synthetisch hergestelltes Östrogen. Und auch wenn mein Frauenarzt immer sagt, dass diese Creme nicht in meinen restlichen Körper gelangt, hatte ich immer ein ungutes Gefühl beim Auftragen. Auch diese Creme landete bei mir irgendwann im Müll.

Eine große Herausforderung ist es also, etwas zu finden, das die Scheide langfristig feucht hält. Hier ein paar Tipps:

  • In den Gelkapseln Femisanit (oral eingenommen) hilft Sanddornextrakt das Gleichgewicht der Schleimhaut dauerhaft wiederherzustellen und den Feuchtigkeitsgehalt der Scheide zu stabilisieren. Klappt am Anfang ganz gut, langfristig ließ die Wirkung bei mir leider etwas nach.
  • Ohne Gleitgel geht es einfach nicht mehr. Da viele im Handel angebotenen Gleitgele in der trockenen Scheide brennen, helfen natürliche Öle oder Gele wirklich sehr gut. Mein absoluter Favorit ist Kokosöl mit etwas Muskatellersalbei-Öl (Phytoöstrogen) gemischt (kann man auch in Zäpchenformen – findest du hier –  abfüllen). Auch das Rosmarin-Gel von Wala finde ich sehr angenehm.
  • Shatavari-Ghee täglich oder mehrmals in der Woche in die Scheide einmassieren. Dazu habe ich persönlich noch keine Erfahrung, habe es in dem Buch von Sara Gottfried gelesen und finde es so interessant, dass ich es jetzt mal ausprobieren möchte. Hier das Rezept: 30 g Shatavari in 2 Tassen Wasser auf die Hälfte einkochen. Dann in 100 g Ghee (geklärter Butter) geben und noch einmal auf kleiner Hitze für ca. 2 Stunden köcheln lassen, bis alles Wasser verkocht ist. Statt Ghee kann man sicherlich auch Kokosöl verwenden.
  • Kokosöl mit Ätherischen Ölen. Mein absoluter Favorit ist im Moment mein Kokosöl mit einigen Tropfen hochwertigem Lavendel und Muskatellersalbei (ich nutze die Öle von YoungLiving – gerne kannst du uns eine Email schicken, wenn du mehr wissen möchtest). Dieses Öl massiere ich morgens und abends in die Scheide ein. Lavendel beruhigt die Schleimhäute und Muskatellersalbei enthält Phytoöstrogene. Mir tut mein „Spezial-Kokosöl“ unglaublich gut!

Stimmungsschwankungen

Die Zeit des Wechsels, das Verrücktspielen der Hormone, aber auch die Tatsache, dass wir älter werden, lässt unsere Stimmung oft extrem schwanken. Neben den bereits oben beschriebenen Therapien helfen mir jeden Tag auch noch diese ganz natürlichen Methoden bei guter Laune zu bleiben:

  • Bhramari, die Hummel- oder Brummatmung, ist eine wunderbare yogische Atemübung, die uns sehr entspannt und Gelassenheit schenkt. Auch hierzu gibt es eine Studie von einer indischen Gynäkologin. Nach der indischen Ärztin Dr. Singh werden durch das Brummen bei Brahmari jene Bereiche des Gehirns aktiviert, die Angst abbauen und einen ausgeglichenen Gemütszustand fördern. 5 – 10 Minuten morgendliches Brummen kann deine Stimmung enorm anheben. Atme dazu durch die Nase tief ein und brummend aus. Damit du die Vibration mehr spürst, verschließe deine Ohren mit den Daumen, die restlichen Finger ruhen auf dem Kopf. Und Bhramari unterstütz noch viele weitere Wechseljahrebeschwerden. Wie Bhramari wirkt findest du hier.
  • Viel Zeit mit anderen verbringen. Die Pflege einer positiven Lebenseinstellung in einem harmonischen Lebensumfeld (Freunde, Hobbys, glückliche Partnerschaft, Unternehmungen etc.) macht uns glücklich.
  • Ich gönne mir (meistens) genügend und tiefen Schlaf. Während der Nacht findet die Zellreparatur und -neubildung statt. Daher verlangsamt ein guter und tiefer Schlaf den Alterungsprozess. Wenn wir gut und tief schlafen hilft uns das, morgens erholt und entspannt aufzuwachen. Und das fördert unsere Gelassenheit und Belastbarkeit. Seit ich meinen abendlichen Leberwickel und YogaNidra anwende, schlafe ich deutlich besser und tiefer und wache morgens frisch und gut gelaunt auf. Mein persönliches Gute-Nacht-Ritual findest du hier.
  • FrauSeele liebt ganz besonders Ätherische Öle in hoher Qualität, z.B. von YoungLiving (hier findest du mehr Infos dazu) als Alltagsunterstützung. Eine positive Stimmung wird unter anderem durch Grapefruit und Orange unterstützt.
  • Mönchspfeffer erhöht angeblich auch den Progesteron-Spiegel und besitzt eine dopaminähnliche Wirkung. Dopmanin gilt als „Glückshormon“. Mönchspfeffer gibt es als Präparat in der Apotheke.
  • Und noch ein wunderbares ayurvedisches Pulver hilft mir während der Wechseljahre: Ashwagandha „Duft des Pferdes“. Es fördert den Schlaf, gilt im Ayurveda als Aphrodisiakum, wirkt stresslindernd, stärkt die Gelassenheit. Ebenso wie Shatavari und Maca, kannst du Ashwagandha in deinem Brei, Müsli, Mandelmilch oder Smoothie genießen. Es gibt Ashwangandha aber auch als Kapseln. Hier kannst du Ashwagandha beziehen.
  • Safran ist scheinbar ein natürlicher Stimmungsaufheller (dazu gibt es zahlreiche Studien). Nach ca. 6 Wochen kann deine Stimmung deutlich besser sein, und das ohne jegliche Nebenwirkungen. Auch die Libido kann durch Safran angeregt werden. Wenn du Safran-Kapseln nutzt (Diese Safran-Kapseln sind empfehlenswert) sei vorsichtig mit der Dosierung. Ich nehme nur  die Hälfte der empfohlenen Dosierung (Kapsel öffnen und auf morgens und abends verteilen), da es mir mit der angegebenen Dosis schwindelig wird. Falls du Medikamente einnimmst, besprich dich bitte mit deinem Arzt!
  • Sonnenlicht verbessert auch unsere Laune! Daher ist es sehr wichtig, viele Sonnenstrahlen im Freien auszukosten. Durch das Sonnenlicht wird das wichtige Vitamin D produziert. Und Vitamin D ist u.a. ein Stimmungsaufheller. Alternativ hilft in sonnenarmen Monaten ein Vitamin D-Präparat oder sogar eine Lichttherapie (dazu gibt es dem Sonnenlicht nachempfundene Lampen).
  • Abhyanga – Selbstmassage mit Sesamöl. Regelmäßig oder sogar täglich durchgeführt (am Besten morgens), regt sie die Hormonproduktion, den Stoffwechsel und den Kreislauf an, beruhigt das Nervensystem, stärkt die Verdauung und die Muskeln. Anleitungen zur Selbstmassage findest du im Internet oder Ayurveda-Büchern. Natürlich kannst du dich auch von einer Expertin massieren lassen!

Alle Tipps, die du gerade gelesen hast, habe ich selbst ausprobiert und sie haben mich während der Wechseljahre sehr unterstützt (und tun das auch noch heute). Ich habe in den letzten 11 Jahren immer wieder recherchiert, ausprobiert, Erfolge gespürt, Rückschläge erlebt und ich habe sehr viel verändert. Für mich ist dieser Weg auch noch nicht zu Ende, auch wenn ich heute keine Wechseljahrebeschwerden mehr habe. Täglich lasse ich mich weiter inspirieren, lerne Neues, werde bewusster, verändere und gehe ihn weiter: meinen Weg zur weisen, erfüllten, gesunden und glücklichen (älteren) Frau!

hallo

was

frau

seele

P.S. Quellen, die meine persönlichen Erfahrungen erklären:

* Maca: „International Journal of Biomedical Science“ werden Studien von H. Meissner (2005 und 2006)

* Mönchspfeffer: Dr. Sara Gottfried ihrem Buch „Die Hormonkur

* Kaffee: http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/welt/Koffein-Konsum-veraendert-Oestrogen-Werte-bei-Frauen;art5578,91676

* Traubensilberkerze:  http://www.traubensilberkerze.net/

* Dr. med. Angela Krogmann „Wechseljahre, ja natürlich“

sabine

Wenn du auch auf diesem Weg bist. Erfahrungen mit den Wechseljahren hast und weitere Tipps für uns hast, dann teile sie doch bitte mit uns. Schreibe uns einen Kommentar (gerne auch mit deinem „Künstlernamen“, deine Email-Adresse wird auf keinen Fall veröffentlicht) oder spreche uns persönlich an. Das würde uns sehr freuen!
FrauSeele Gute-Nacht-Ritual

Kennst du das auch? Du liegst stundenlang wach, die Gedanken kreisen und es graust dir vor dem nächsten Tag, an dem du wieder total erschöpft bist.

Möchtest du das ändern? Willst du endlich mal wieder gut schlafen und ausgeruht in den Tag starten?

Dann probiere unbedingt FrauSeele`s Gute Nacht-Ritual aus. Weitere Inspirationen, die dich ab der Lebensmitte unterstützen können, erhältst du in den wöchentlichen Tipps von FrauSeele.

12 Kommentare
    • FrauSeele sagte:

      Sehr gern! Wenn du magst, schreibe uns über deine Erfahrungen damit. Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!
      Alles Liebe

      Antworten
  1. Bärbel Puls sagte:

    Eine sehr informative Seite, die Betroffenen mit Sicherheit weiterhilft. Fakt ist: Die Wechseljahre stellen eine ganz natürliche Phase im Leben der Frauen um die 50 dar und entsprechende Beschwerden sollten darum auch „ganz natürlich“ behandelt werden. Je bewusster eine Frau in diese Zeit geht und je selbstverständlicher sie eine gesunde Lebensweise pflegt, umso besser wird sie diese Zeit der Umstellung durchleben. Grundvoraussetzung, damit alternative Behandlungsmöglichkeiten greifen, sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegungseinheiten und bewusste Zeiten der Entspannung. In einem meiner Blogbeiträge bin ich ebenfalls näher auf dieses Thema eingegangen und kläre darüber auf, warum „Wechseljahre“ bei weitem kein reines Frauenthema ist.
    Herzlichst Bärbel Puls – Verlag Wirksam Heilen

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Vielen Dank für deine Impulse, liebe Bärbel. Dann werden wir auch mal auf deinem Blog schauen, was du schreibst.
      Herzliche Grüße
      FrauSeele

      Antworten
  2. Stiina van Dijk sagte:

    Ja, dieser persönliche brennofen könnte einen wirklich wahnsinnig machen. In meinem Blog habe ich letzte Woche „Herr Staub und Frau morchel“ geschrieben. Tja, die Frau Stiina ist nun auch im Club angekommen. Über euren Besuch freut sie sich aber auf jeden Fall ? http://frau-stiina.de
    Bis bald also
    Stiina

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      :-), danke Stiina für deine ganz persönliche Darstellung deiner eher unangenehmen Wechseljahre-Symptome. Willkommen im Club!!!

      Antworten
  3. Ava sagte:

    Ich möchte mich vor allem erstmal für Deine Tipps bedanken, von denen mir ebenfalls viele helfen. Vor allem regelmäßiger Sport scheint mir extrem wichtig zu sein. Neben Yoga auch welcher, bei dem man mal richtig ins Schwitzen kommt. Wirklich erstaunt war ich – vor allem als die Hitzewallungen stärker wurden und der Schlaf sehr unruhig – von der Wirkung von FemiLoges. Ich weiss aber aus meinem Umfeld, dass das Mittel sehr unterschiedlich gut/schlecht wirkt – wie üblich, eben nicht bei allen Frau gleich. Aber: mir hat es sogar sehr schnell geholfen und ich bin mehr als dankbar dafür (wie lange wird man sehen). Insofern möchte ich für den Versuch eine Lanze brechen. Habe nichts mit der Firma zu tun und sträube mich, schnell immer mehr „Hilfsmittel“ zu kaufen, weil das echt ins Geld gehen kann.

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Danke, Ava auch für deine Tipps. Es ist einfach wichtig, viele Möglichkeiten aufzuzeigen, dann kann jede Frau selbst entscheiden. In der Tat wirkt auch nicht alles bei allen Frauen gleich und manchmal auch nicht auf Dauer, daher muss man immer mal etwas Neues ausprobieren.

      Weiterhin alles Gute.

      Herzliche Grüße
      Sabine

      Antworten
  4. xina sagte:

    Hallo, ich kann vor allem gegen Hitzewallungen und Depressionen empfehlen, für mindestens eine Woche nach Buchinger zu fasten und den Körper intensiv zu entschlacken, (auch mit Einläufen/basischen Bädern, Chlorella und Mariendistelextrakt) und nach diesem „Reset“ eine gesündere Ernährung beizubehalten.
    Ich habe es nach vielen erfolglosen Anläufen erst so geschafft. Unter anderem meinen Kaffekonsum auf einen Mini-Espresso am Morgen zu reduzieren, außerdem meide ich nun komplett Gluten und Alkohol nur ein Glas wenn ich mal ausgehe und außerdem gönne ich mir mehr Ruhe und Stille. Ich fühle mich nun viel wohler, wache nicht mehr nachts mit schwitzender, piekender Haut auf und meine Stimmung ist auch viel ausgeglichener.

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Vielen Dank für deinen Tipps!

      Ist es nicht schön, dass es sooo viele Dinge gibt, die uns in den Wechseljahren unterstützen können.

      Ernährungsumstellung hat mir persönlich auch geholfen, komplett symptomfrei zu werden. Und wenn ich heute, z.B. im Urlaub, mal über 2 Wochen sündige, bekomme ich sofort die Quittung.

      Und seit ich mich überwiegend vegan und kohlehydratarm ernähre und sehr selten in Restaurants gehe, habe ich 6 kg abgenommen, von den 12, die ich während der Wechseljahre zugenommen habe ;-).

      Und Stress ist ja wirklich einer der größten Hormonkiller, daher ist regelmäßige Ruhe, Stille und Entspannung ebenfalls ein wunderbares Werkzeug, wieder in unsere Hormonbalance zu kommen.

      Dir weiterhin alles Liebe,

      herzlichst

      Sabine von FrauSeele

      Antworten

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