Meditation für Anfänger – was du schon immer wissen wolltest

Fragst du dich gerade, wie es mit deinem Leben weitergehen soll? Möchtest du einfach mal gezielt abschalten und deinem Gedankenkarussell eine Pause gönnen? Dann könntest du bei einer Meditation für Anfänger Antworten finden.

Hast du Sehnsucht nach dem, was wirklich für dich zählt?!

In der Meditation haben bereits viele Menschen Sinn, Bewusstsein und Klarheit für ihr Leben gefunden. Gerade in einer Zeit, in der vieles vom Außen abhängt, sehnen sich die Menschen nach etwas, was Bestand hat und von Herzen kommt. So machen sich immer mehr auf die Suche nach wertvollen Erkenntnissen oder um einfach „nur“ eine tiefe Ruhe in sich zu finden.

Du musst übrigens kein Buddhist sein oder nach Indien fahren, um zu meditieren. Du kannst es (fast) überall, zu jeder Zeit und ganz nach deinem Geschmack machen.

Jeder Mensch kann nämlich meditieren!

Es gibt so viele verschiedene Arten zu meditieren, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Überhaupt ist der Weg der Meditation wichtiger, als irgendwo anzukommen. So heißt es ja auch: Der Weg ist das Ziel.

Unsere ganz persönlichen ersten Schritte in die Welt der Meditation

Als wir, Bettina & Sabine, zum ersten Mal mit Meditation in Berührung gekommen sind, haben wir noch gedacht, die Meditation sei ein Buch mit 7 Siegeln für uns. Irgendetwas geheimnisvolles, das nur ganz bestimmten, ausgewählten Menschen geöffnet wird.

Zum Glück haben wir damals aber weiter geforscht und es vor allem immer wieder selbst ausprobiert! Mit wunderbarem Erfolg – Meditation ist für uns mittlerweile so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Durch unsere regelmäßige Meditationspraxis gelingt es uns immer mehr, gelassen und entspannt zu sein, auch wenn um uns herum mal ein Sturm tobt.

Was genau ist denn eigentlich Meditation?

Traditionell finden wir die Meditation in einem religiösen oder spirituellen Kontext, in dem es um Wahrheitsfindung und Erleuchtung geht.

Mittlerweile ist die Meditation aber auch bei uns im Westen außerhalb dieses spirituellen Zusammenhangs angekommen und da geht es vor allem um folgendes:

Mit Meditation meint man bestimmte Achtsamkeits- und Geistesübungen, die uns in unsere innere Ruhe führen sollen.

Kennst du das auch, dass du ständig irgendetwas denkst?

Vielleicht bist du mit deinen Gedanken häufig  in der Vergangenheit (und ärgerst dich über etwas, was du erlebt oder getan hast) oder du bist mit ihnen in der Zukunft und malst dir sorgenvoll irgendwelche Schreckensszenarien aus.

Wie oft bist du wirklich bei dem, was du gerade tust? Im HIER & JETZT?

Was machst du denn bspw. gerade noch so, während du diese Zeilen liest? 😉

Erwischt? Nicht böse sein, so geht es uns allen doch immer wieder. Die Frage ist jedoch, WIE es uns damit geht und was diese ständige Denkerei und Bewerterei mit uns macht.

Meistens tut sie uns nicht gut. Sie stresst uns – macht unzufrieden, unausgeglichen und das spüren wir dann mittelfristig auch im Körper,

Auch und gerade deshalb solltest du meditieren!

Meditation unterstützt also unser Gehirn dabei inne zu halten.

Unsere Gedanken beherrschen in der Meditation nicht mehr unsere Aufmerksamkeit, diese wird nach Innen oder einen anderen bestimmten Punkt gelenkt.

Meditation bedeutet, sich auf das zu konzentrieren, was momentan IST.

Übrigens wirst du in diesem Zusammenhang auch immer wieder auf die Begriffe Achtsamkeitstraining, Achtsamkeitsübung oder -meditation treffen. Wir nutzen diese Begriffe hier als Synonym, da sie alle durch eine bestimmte Praxis den Zustand des inneren Friedens  erreichen möchten – und auch können, das bestätigen mittlerweile viele Studien.

Das Gestern und das Morgen, Vergangenheit und Zukunft, werden immer mehr ausgeblendet, wenn du regelmäßig meditierst.

Achtsam im Moment zu sein und wahrzunehmen was ist – idealerweise OHNE es zu bewerten, ist ein Ziel von Achtsamkeitsübungen und Meditation.

Die Annahme dessen, was gerade ist, ist ein wichtiger Schritt für Veränderungen in Richtung Gelassenheit, Entspannung, Gesundheit und innerem Frieden.

Der Erfinder einer speziellen und sehr bekannten Achtsamkeitsmeditation namens MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) Jon Kabat Zinn sagte einmal:

„Meditation ist ein Abenteuer. Es geht darum herauszufinden, wer man eigentlich ist. Es geht um Dimensionen und Werte in meinem Leben – nicht um Ziele oder darum, wohin es einen bringt. Es gibt kein „dort“, sondern nur ein „hier“.“

Was für wahre, wohltuende Worte in einem Zeitalter, das häufig geprägt ist durch ein „höher, schneller, weiter “.

Ist es nicht so, dass viele Menschen sich nach etwas anderem sehnen? Zurückwollen zu etwas, was sie noch nicht genau beschreiben können, was sich aber wahrer, echter und besser anfühlt? Wie ist es bei dir?

Auch in der Psychotherapie nimmt Meditation eine immer größere Rolle ein

Die enorm gestiegene Anzahl von Menschen, die unter BurnOut, Depressionen oder Ängsten leiden, spricht eine deutliche Sprache. Das zeigt, dass bei vielen Menschen ein Ungleichgewicht zwischen ihren eigenen Wünschen und tiefen Bedürfnissen und den Anforderungen ihres Lebens besteht.

Wenn wir über lange Zeit nur versuchen, die Forderungen der Welt da draußen zu erfüllen, besteht die Gefahr zu vergessen, wer wir wirklich sind und warum wir hier sind. Wir können im wahrsten Sinne des Wortes ausbrennen oder uns freudlos in uns selbst zurückziehen.

Spätestens nach solchen heftigen Lebenserfahrungen erkennen dann jedoch viele, dass „das“ nicht alles gewesen sein kann und machen sich auf die Suche nach mehr Balance, Gelassenheit und manchmal auch ihren ganz persönlichen Wünschen und Werten.

Meditation, Achtsamkeit und Hypnose unterstützen sehr!

Achtsamkeitsübungen und Meditationen sind erfolgreiche Techniken, die in solchen Momenten bei dieser Suche unterstützen können – und vielleicht ja auch schon ein Teil der Lösung sind!? 🙂

In der Psychotherapie kann durch Hypnosen, Achtsamkeitsübungen und/oder Meditation für Anfänger und Fortgeschrittene ein sanfter, und doch sehr wirkungsvoller Zugang zu unserem Inneren geschaffen werden. Wir lernen, unsere Bedürfnisse besser wahrzunehmen, uns anzunehmen wie wir sind und idealerweise auch besser nach Außen zu kommunizieren.

Wir geben uns dem hin, was gerade ist, um es anschließend bewusst integrieren oder auch neu gestalten zu können.

Aller Anfang ist schwer?

Nun, nicht unbedingt! Das hängt von unseren inneren Erwartungen ab. Eine Meditation für Anfänger sollte so aufgebaut sein, dass sie dich dort abholt, wo du gerade stehst!

Vielleicht hast du ja auch schon mal versucht zu meditieren und warst dann enttäuscht, dass du nicht sofort in einen Zustand der Glückseligkeit gefallen bist? Oder du hast es einfach nicht geschafft, deine Gedanken zur Ruhe zu bringen?  So geht es vielen und dann hören sie schnell wieder mit dem Meditieren auf, denn es bringt ja nichts!

Rund um die Meditation ranken so einige Gerüchte!

1. „Ich darf nichts denken!“

Das stimmt so nicht! Das ist wahrscheinlich gar nicht möglich.

Du musst also während der Meditation nicht ohne Gedanken sein (unser Gehirn denkt nämlich fast immer) – du lernst jedoch, anders mit diesen Gedanken umzugehen. Wohlwollender, wohltuender, liebevoll kontrollierend – und das spürst du sehr positiv.

2. „Ich muss mehrere Stunden täglich im Yogisitz meditieren!“

Du musst auch nicht jeden Tag mehrere Stunden in einer unbequemen Haltung verharren, weil du glaubst, das sei Meditation. Oh nein 😉 – Meditation ist FÜR dich und vor allem für dein Wohlbefinden gedacht und es gibt verschiedene Möglichkeiten der Sitz- oder sogar Stehhaltung!.

Und falls du magst, kannst du mit der Zeit den Sinn, den DU ganz individuell in der Meditation suchst, auch ausdehnen. Vielleicht geht es dir am Anfang um innere Ruhe und Entspannung, weil du einfach mal vom anstrengenden Alltag Abstand nehmen möchtest? Mit der Zeit findest du dann vielleicht auch immer mehr Klarheit in der Mediation und darüber einen Zugang zu neuen Erkenntnissen?

Für uns ist Meditation mittlerweile, neben der tiefen Ruhe, auch:

„Ein Weg auf der Suche nach unserem Lebenssinn!“.

Ein berühmter Yogi namens Swami Sivananda sagte einmal

„Ein Gramm Praxis wiegt mehr als eine Tonne Theorie.“

Genau darin steckt so viel Weisheit.

Es geht darum, es zu tun, es zu erleben!

Lust dazu? Dann meditiere mit uns 🙂 – in unserem neuen Kurs lernst du so viel, was du für deine Gelassenheit, Ruhe und Zuversicht brauchst. Mehr Infos gibt es hier: Meditiere mit FrauSeele!

So sehen die körperlichen und geistigen Wirkungen der regelmäßigen Meditation aus

Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien zu den vielfältigen Wirkungen von Meditation auf unseren Körper und Geist. Falls du da tiefer einsteigen magst, recherchiere doch einfach mal im Internet.

Für den Anfang haben wir hier mal einige tolle Argumente zusammengefasst, die dich vielleicht auch ansprechen und motivieren, mit dem Meditieren zu beginnen:

  • Innere Balance
  • Ruhe & Gelassenheit
  • Tiefes Vertrauen in deine Intuition und dein Leben
  • Klarheit für deine Werte, deinen Weg
  • Heiterkeit und Freude
  • Ausgeglichene Stimmung
  • Stärkt die Psyche
  • Ein gesunder, erholsamen Schlaf
  • Stress wird abgebaut
  • Verlangsamter Alterungsprozess
  • Poster für die Zellgesundheit
  • Ein ausgeglichenes Hormonsystem – auch und gerade in den Wechseljahren so wertvoll
  • Stärkung deines gesunden Immunsystems
  • Wirkt positiv auf den Blutdruck
  • Unterstützt das Verdauungssystem
  • Innerer und dadurch langfristig auch äußerer Frieden

„Innerer Frieden existiert außerhalb der Zeit!“ Jon Kabat Zinn

Wenn wir meditieren, sind wir außerhalb der Zeit – ein magischer Zustand, auf den du wahrscheinlich nicht mehr verzichten möchtest! 

Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation

Da es so viele verschiedene Möglichkeiten der Meditation und des Achtsamkeitstrainings gibt, erwähnen wir hier nur die großen Unterschiede. Alles Weitere wirst du ganz bestimmt für dich finden, wenn du in die Welt der Meditation tiefer eintauchst.

Zuerst einmal können wir grob zwischen aktiven und passiven Meditationen unterscheiden.

Beispiele für passive Meditationsarten

Bei einer passiven Meditation praktizierst du bewegungslos im Sitzen. Du lenkst deine Aufmerksamkeit nach Innen, um Ruhe zu erfahren. Häufig hast du währenddessen ein Meditationsobjekt, auf das du deine Aufmerksamkeit lenkst. Es hilft dir, mit den Gedanken nicht abzuschweifen.

So kannst du dich bspw. auf deinen Atem konzentrieren oder auch in einer bestimmten Abfolge zählen. Auch eine Körperwahrnehmung in einer bestimmten Reihenfolge zählt zu dieser Kategorie.

Außerdem kannst du deinen Focus auch auf ein bestimmtes Mantra, das dir gut tut lenken. Eine Möglichkeit der Konzentration bietet auch die sogenannte Meta-Mediation, zu der du hier weitere Infos findest: Metta-Meditation!

Eine sehr tiefgehende Art der Meditation ist die sogenannte Vipassana-Meditation. Das ist eine buddhistische Meditationsart, die heutzutage unabhängig von jeder Religion praktiziert werden kann. Dazu gibt es auch bestimmte Kurse, die in der Regel über 10 Tage am Stück stattfinden und mit festen Regeln verbunden sind. Sabine hat damit Anfang 2020 sehr intensive, persönliche Erfahrungen gemacht, durch die sie viel für sich und ihr weiteres Leben gelernt hat.

Und so gibt es noch viele weitere passive Meditationstechniken, die sich alle vom Grund auf ähneln.

Beispiele für aktive Meditationsarten

Für all die, denen längeres Sitzen Unbehagen bereitet oder die, die einfach Abwechslung mögen, gibt es auch noch die aktiven Mediationsarten.

Wie der Name schon sagt, kannst du dich hierbei bewegen. So ist bspw. die Gehmeditation eine ganz bekannte Form der achtsamen Einkehr in den Moment. Hier findest du mehr dazu: Gehmeditation!

In der Kundalini-Meditation hast du 4, jeweils 15 Minuten dauernde, Phasen: schütteln, tanzen, ruhen, meditieren. Hierbei sollen gerade nach anstrengenden Tagen durch die Aktivierung des Kreislaufs und der anschließenden Ruhephase Körper und geist runterfahren.

Natürlich gehören auch bestimmte Asanas, Übungen im Yoga, zu den aktiven Meditationsformen. Wenn wir uns vollkommen auf eine Übung konzentrieren, kommen wir in unseren Flow und es zählt kein gestern oder morgen mehr.

So gibt es noch viele weitere Varianten, die alle ihren ganz besonderen Reiz haben. Es gibt Meditation für Anfänger, für Fortgeschrittene, für Kreative, für Naturliebhaber und, und und… Wie gesagt: es ist für jede und jeden was dabei! 🙂

Zum Schluss möchten wir noch auf die häufigsten Fragen eingehen, die uns gestellt werden, wenn sich jemand für Meditation interessiert:

Meditation für Anfänger – die häufigsten Fragen:

Wie lange soll ich meditieren? 

Von 1 Minute bis zu mehreren Stunden ist alles möglich. Für Anfänger lohnt es sich schon sehr, einfach regelmäßig ein paar Minuten innezuhalten und sich bspw. auf den Atem zu konzentrieren.

Wie oft soll ich meditieren?

Das Zauberwort heißt hier „Regelmäßigkeit“. Meditiere bspw. jeden Tag, mit vielleicht ein oder 2 Ausnahmen in der Woche, für mindestens 5 Minuten.

Wann soll ich meditieren? 

Wie du magst. Nur nicht unbedingt nach einem üppigen Essen oder einer intensiven Sporteinheit.

Wenn du morgens meditierst, nimmst du diese Energie in deinen Tag mit. Meditierst du abends, kannst du dich von den Tagesereignissen „reinigen“ und unbelasteter in den Schlaf gehen.

Wo soll ich meditieren? 

Suche dir einen Platz, an dem du ungestört bist. Achte darauf, dass dich deine Kleidung nicht einengt, mache dein Handy aus (idealerweise legst du es in einen anderen Raum). Suche dir einen Platz, an dem du ungestört bist. Trage lockere enge Kleidung, mache dein Handy aus (lege es idealerweise in einen anderen Raum).

Für die kleinen Achtsmakeitsmomente kannst du aber auch die S-Bahn oder die Warteschlange an der Supermarktkasse o.ä. nutzen.

Und auch diese Fragen stellen sich viele:

Welche Haltung sollte ich dabei einnehmen?

Du kannst im Sitzen oder Liegen meditieren, sogar beim Gehen.

Wenn du sitzen magst, achte auf einen geraden Oberkörper. Wenn du auf einem Stuhl sitzt, stelle die Beine nebeneinander auf den Boden.

Im Schneidersitz solltest du dir ein Kissen unterlegen, um den Rücken zu entspannen.

Deine Hände kannst du auf den Oberschenkeln oder Knien ablegen, Handflächen nach oben oder unten (spüre nach, was dir angenehmer ist). Auch kannst du die Hände wie eine Schale in den Schoß legen

Wenn du liegen magst, auch dafür gibt es Übungen, achte unbedingt darauf, nicht einzuschlafen.

Falls du also zu müde bist und noch meditieren magst, bleibe lieber sitzen.

Soll ich meine Augen schließen?

Deine Augen kannst du schließen. Falls du sie geöffnet lassen möchtest, fixiere nichts, sondern schaue ins Leere.

Falls du weitere Fragen hast: schreibe uns gern! Oder kommentiere direkt hierunter!

Wir hoffen, wir konnten dir Lust auf’s Meditieren machen!?

Dieser Beitrag kann dabei nur so etwas wie ein Appettithäppchen sein, denn es gibt noch so viel mehr darüber zu erzählen. Wobei das Wichtigste sicherlich das TUN ist!

Probiere es unbedingt aus!

Es lohnt sich wirklich, da sprechen wir aus langjähriger Erfahrung…

Möge es dir gut gehen! 🙂

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