Die Magie der Rauhnächte

FrauSeele die Magie der Rauhnächte

Die Magie der Rauhnächte

Die Rauhnächte waren für mich schon immer eine besondere Zeit.

Schon als Kind waren für mich die Tage ab Weihnachten immer ganz speziell, ich fühlte plötzlich ganz anders, spürte Menschen ganz anders und hatte immer das Gefühl mit der ganzen Welt verbunden zu sein – leider auch oft mit dem Schmerz der Welt.

Meine Tagebucheinträge in dieser Zeit waren immer richtig philosophisch und mit Visionen, Wünsche und Zielen gespickt.

Als Erwachsene lag ich dann oft nach Weihnachten nächtelang wach. Ich konnte nicht schlafen, viele Gedanken kreisten in meinem Kopf und ich verstand gar nicht, was mit mir los war.

Damals konnte ich mir dieses alljährliche Phänomen nicht erklären, heute weiß ich, dass ich die Magie der Rauhnächte erlebt habe.

Vor einigen Jahren fiel mir dann das Büchlein von Jeanne Ruland „Das Geheimnis der Rauhnächte„* in die Hände. Es ist ein Wegweiser durch die 12 besonderen Nächte. Plötzlich war mir so viel klar, jetzt verstand ich viel besser die Qualität der Rauhnächte.

Seit dieser Zeit zelebriere ich die Rauhnächte jedes Jahr ganz bewusst. Es ist für mich eine wunderbare Möglichkeit mal so richtig runter zu kommen, zu entstressen und Klarheit für das neue Jahr zu finden. Und seitdem musste ich auch keine schlaflosen Nächte mehr erleben…

Was sind überhaupt die Rauhnächte?

Es gibt 12 Rauhnächte. Die Zahl Zwölf hat damit zu tun, dass das Mondjahr mit 354 Tagen eben diese zwölf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr. Zum Ausgleich mussten Tage dazwischen geschaltet werden. Deshalb spricht man auch von der „Zeit zwischen den Jahren“. Weil diese Tage „außerhalb“ der normalen Zeit liegen, gelten sie als magisch und mystisch.

Man sagt, dass sich in dieser Zeit die Tore zur Anderswelt, zur Welt der Geister und Götter, der Mythenwesen und Sagenkräfte öffnen. Die Geistige Welt erwacht und wir können Verbindung mit ihr aufnehmen. Es ist Zeit, die zum Orakeln und zur Zukunftsschau einlädt.

In den meisten Gegenden beginnt die 1. Rauhnacht in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember um 00:00 Uhr. Die letzte Rauhnacht wird dann in der Nacht vom 4. auf den 5 Januar durchgeführt. Am 6. Januar hat dann das Licht endgültig gesiegt.

Jede Rauhnacht entspricht einem Monat des neuen Jahres:

  1. Rauhnacht – Januar
  2. Rauhnacht – Februar

usw.

Vom Wortursprung müsste es eigentlich Ruchnächte oder RauCHnächte heißen. „Ruch“ ist ein altes Wort für pelzig und behaart und beschreibt die Perchten, die während der Rauhnächte die bösen Geister vertreiben sollen. Rauch könnte die Räucher-Rituale dieser Zeit beschreiben.

Die Qualität der Rauhnächte

Die Zeit zwischen den Jahren: das Alte ist vorbei, das Neue noch nicht ganz greifbar.

Diese Übergangszeit sollten wir nutzen, um über uns selbst und das vergangene Jahr nachzudenken. Über das was erfolgreich war und das was wir lernen durften. Auch hilft es uns mit der der Frage zu beschäftigen: Was kündigt sich in der Dunkelheit Lichtvolles für mich im kommenden Jahr an?

Dazu ist es natürlich notwendig Innenschau zu betreiben, Innere Prozesse wahrzunehmen, etwas Abstand vom Alltag zu finden und einfach mal langsamer zu werden. Nur dann ist Raum, dass wir wirklich Neues empfangen können.

Rituale während der Rauhnächte

Aus alter Tradition werden während der Rauchnächte viele Rituale durchgeführt, hier eine kleine Auswahl:

  • Zünde jeden Tag bewusst eine Kerze für die jeweilige Rauhnacht an
  • Stelle eine Kerze ins Fenster, die auch nachts brennt
  • Befrage die Zukunft – nutze Tarotkarten, Engelkarten oder andere Orakel
  • Schließe bewusst ab, was noch abgeschlossen werden muss (Streit, klärende Gespräche, Projekte, etc.).
  • Begleiche offene Rechnungen
  • Damit während der Rauhnächte keine Wilden angezogen werden, räume auf und miste vor den Rauhnächten aus.
  • Räuchere dein Haus, Wohnung oder Zimmer am 24., 31. Dezember oder 6. Januar
  • Lasse Visionen für das neue Jahr entstehen (Vision-Board erstellen)
  • Suche dir Begleiter für die 12 Tage (die dich dann auch während des Jahres begleiten (z.B. Engel, Krafttiere, Feen, Baumenergien, Gottheit, Meister, Qualitäten, Symbole)

Mein persönliches Ritual während der Rauhnächte

Für mich sind die Rauhnächte MEINE HEILIGE ZEIT.

Ich nehme mir daher an jedem Tag (der Tag vor Ende der jeweiligen Rauhnacht) ca. 1 Stunde bewusst Zeit für mich (meistens abends um den Tag Revue passieren zu lassen). Ich verziehe mich an einen ruhigen Ort, an dem ich nicht gestört werde.

Dort zünde ich eine Kerze und Räucherstäbchen an. Manchmal lasse ich auch entspannende Musik laufen.

Ich lese kurz in meinen Rauhnacht-Büchern die Informationen zu der aktuellen Rauhnacht. In diesem Jahr werde ich auch die astrologischen Qualitäten des jeweiligen Monats mit hineinfließen lassen.

Dann meditiere ich für einige Zeit (das können 5 Minuten sein oder 50 Minuten, ich lasse das einfach geschehen) und spüre mich in die Qualität und die Energien des Tages und des Moment hinein.

Karten ziehen

Nach der Meditation ziehe zwei Karten (meine Lieblingskarten sind das Crowley-Tarot *, interpretiert von Gerd B. Ziegler, die Engelkarten von Doreen Virtue, die Karten der Kraft(tiere) und die Karten der Erkenntnis von Chuck Spezzano). Die erste Karte ziehe ich für die Frage: „Was ist das Thema dieses Monats?“. Die zweite Karte zeigt mir dann, was mich bei diesem Thema unterstützt („Was unterstützt mich in diesem Monat?“). Manchmal brauche ich auch gar keine Karten zu ziehen, da sich das Thema und weitere Informationen schon während der Meditation zeigen.

In der Regel starte ich in dieser Zeit mit einem neuen Tagebuch, in dem ich täglich aufschreibe was ich erlebe oder spüre:

Was habe ich in der vergangenen Nacht geträumt? Wie ist das Wetter? Wie ist die Stimmung des Tages? Was habe ich erlebt? Wie war die Meditation? Auch beantworte ich in dem Tagebuch die Fragen, die mir helfen das letzte Jahr zu reflektieren und das neue Jahr zu gestalten.

Alles was ich in dieser stillen Stunde erlebt/erfahren habe, male ich dann in mein Rauhnachtmandala (das vom letzten Jahr siehst du als Beitragsbild).

Die letzte Handlung in diesem großen Ritual ist dann das Verbrennen eines Wunschzettels (Was der Wunschzettel ist, findest du hier). Ich gehe ins Freie, nehme meine Wunschzettel in meinem Säckchen mit, ziehe einen Zettel und verbrenne diesen dann in einer feuerfesten Schale.

Die Kraft der Rauhnächte

Wow, spürst du jetzt schon die Kraft und Tiefe dieses Rituals? Ich schon, sogar wenn ich nur darüber schreibe. Das klingt alles sehr aufwändig und langwierig. JA, in der Tat, das ist es auch! Es braucht so viel Zeit, dass ich manchmal mein Mandala am nächsten oder sogar übernächsten Tag erst fertig malen kann… Aber es lohnt sich wirklich und ich bin es mir einfach Wert mir 1 x im Jahr 12 ganz besondere Stunden mit mir zu gönnen!

Vielleicht begleitest du mich ja mit deinem eigenen Ritual während dieser besonderen Rauhnacht-Zeit. Schreibe mir, wie du dieses Ritual durchführst, erzähle uns, wie es dir in dieser Zeit geht! Das wäre toll!!

Hilfreich für die Rauhnächte sind:

  • Tagebuch
  • Tarotkarten oder Orakel (siehe rechts)
  • Sehr große weißes Blatt Papier (DIN A 1)
  • Eine sehr große Schüssel, mit der du einen Kreis auf das Blatt für das Mandala zeichnen kannst
  • Lineal, mit dem du das Mandala in 12 Einheiten unterteilen kannst
  • Tarotkarten oder Orakel (siehe rechts)
  • Kerzen
  • Räucherstäbchen oder Duftlampe

Literatur und Hilfsmittel Rauhnächte

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