Fettfalle Wechseljahre = Stressfalle Wechseljahre?

Tappen Frauen ab 40 unweigerlich in die Gewichtsfalle?

Wenn wir uns so in unserer FrauSeele-Community umhören, scheint das bei vielen wirklich so zu sein.

Und wir kennen das auch! In den letzten 10 Jahren sind auch bei uns einige Kilos dazu gekommen, die wir auch nicht so leicht wieder runter bekommen wie früher. Mit 20 oder 30 hat es ausgereicht ein paar Tage mal keine Schoki zu essen und etwas mehr Sport zu machen, um wieder in die kleine Jeans zu passen. Irgendwann ab den Vierzigern halten sich zusätzliche Kilos an uns so hartnäckig fest wie ein Klammeräffchen, das man auch nicht einfach so abschütteln kann.

Kaum ein Thema wird so intensiv diskutiert, wie die Gewichtszunahme in den Wechseljahren. Das geht auch mit vielen, heftigen Emotionen einher – unser Körper verändert sich, ohne dass wir das wollen. Das zu akzeptieren tut manchmal auch richtig weh.

Außerdem kann man sich in diesem Dschungel an Tipps und Empfehlungen, was nun wirklich hilft, um abzunehmen, auch ganz schön verIRREN!

Was sollen wir tun? Was sollen wir lassen?

Die einen Experten sagen dies, die anderen das. Sicherlich sind da viele tolle Tipps dabei, aber welcher ist denn nun richtig? Teilweise widersprechen die sich ja sogar…

Vielleicht sollte die Frage deshalb eher lauten:

Welcher Tipp ist richtig für mich? Für meine Person, meine Lebensumstände. Und warum soll ich denn überhaupt auf mein Gewicht achten? Vielleicht ist ja auch alles gut so, wie es ist?

Dem gehen wir nun mal ein wenig auf den Grund.

Ach, eines noch vorweg: Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel. Es gibt auch im höheren Alter super schlanke Frauen, die dafür ganz wenig tun müssen. Sie verbrennen halt einfach nach wie vor enorm viele Kalorien. Und es gibt die Schlanken, die dafür sehr viel tun. Und es gibt die Frauen, die mit ihrem zusätzlichen Gewicht hadern – oder sich damit angefreundet haben. Nicht vergessen möchten wir auch die Frauen, die sich eher darüber freuen, wenn sie mal ein, zwei, drei Kilo zunehmen.

Wertvolle Tipps für die Wechseljahre

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Du siehst, das Thema Gewicht ist so bunt wie ein Frühlingsstrauß Blumen….

In diesem Beitrag, der im Rahmen der Blogparade

Bye, bye Traumfigur? Wie geht das mit dem Wohlfühlgewicht ab 40 oder 50?

bei dem Online-Magazin LEMONDAYS veröffentlicht wird, machen wir uns auf die Suche nach Antworten. Wir freuen uns sehr über die Einladung dazu, Gela!

Fettfalle Wechseljahre – Wie konnte es nur so weit kommen?

Könnte dieser Satz von dir stammen?

„Seit meinem 40. Geburtstag nehme ich zu, egal, wie viel ich mich bewege oder was ich esse!“

Aber WARUM nehmen denn die meisten Frauen ab den mittleren Lebensjahren zu?

Wenn deine Lebensumstände grundsätzlich gleichgeblieben sind, du dich also genauso ernährst wie früher, dich genauso viel bewegst wie früher und dennoch zunimmst, könnte das folgende Ursachen haben:

1. Veränderter STOFFWECHSEL

Wusstest du, dass sich ab 40 der Stoffwechsel zum dritten Mal verlangsamt? Das soll laut Pamela Peeke (eine Medizinerin, die sich als eine der Ersten mit dem Thema „Wechseljahre und Gewicht“ intensiv beschäftigt hat) ab dem 20. Lebensjahr alle 10 Jahre passieren. Wir verbrennen mit zunehmendem Lebensalter einfach nicht mehr so viele Kalorien wie früher.

Außerdem unterliegen viele Frauen ab dem Ausbleiben der Menstruation dem Risiko, dass die Schilddrüse ihre Tätigkeit reduziert, so dass das Abnehmen noch schwerer fällt.

Da wir uns meistens weniger bewegen, viele arbeiten im Sitzen, geht auch unsere Muskelmasse drastisch zurück. Mit gravierenden Folgen, denn unsere Muskeln verbrennen Fett.

Das bedeutet: weniger Muskeln, weniger Fettverbrennung, geringerer Kalorienbedarf.

Laut Pamela Peeke braucht eine Frau in den Wechseljahren rund 15% weniger Energie als mit 20.  Eine Anpassung der Ernährung ist also die logische Konsequenz. Allerdings ernähren sich die meisten Frauen genauso, wie auch in den Jahren zuvor.

Eine Augen-öffnende Berechnung stammt von Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Fachärztin für Frauenheilkunde:

„Ab etwa dem 30. Lebensjahr verlangsamt sich unser Stoffwechsel um ca. 1 Prozent, so dass wir bei unveränderter Bewegung und Ernährung jedes Jahr 1 Prozent unseres Körpergewichts zulegen würden. Dann brächte die schlanke, 60 Kilo wiegende Dreißigjährige mit 60 Jahren mehr als 80 Kilo auf die Waage.“

2. Umstellung der HORMONE

Eine weitere wissenschaftliche Erklärung besagt, dass der Hormonspiegel unseres Körpers sich ab 40+ (wieder einmal) verändert – die Wechseljahre lassen grüßen.

Von dieser Veränderung betroffen sind u. a. Progesteron, Östrogen und auch Testosteron. Unsere Hormone haben ja unterschiedliche Funktionen und sollten idealerweise, wie ein gut eingespieltes Orchester, miteinander harmonieren.

In den Wechseljahren verändern sich unsere Hormone aber nicht alle gleichzeitig und aufeinander abgestimmt. Es scheint eher so, als ob jedes einzelne Hormon plötzlich sein eigenes Süppchen kocht – von einem harmonischen Miteinander kann keine Rede mehr sein.

Sicherlich hat sich aber die Natur auch dabei etwas ganz Besonderes gedacht! Doch das ist ein anderes Thema :-).

Des Weiteren werden auch immer wieder Stresshormone ausgeschüttet, die unseren Stoffwechsel beeinflussen und uns dadurch fülliger machen können.

Die folgende Graphik zeigt sehr anschaulich, wie das Stresshormon Cortisol im Laufe der mittleren Lebensjahre extrem ansteigt.

Wechseljahre Fettfalle

Quelle: „Brain View“ Hans-Georg Häusel

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Zuallererst hat Cortisol eine gute Funktion: in akuten Stresssituationen stellt es uns die Energie zur Verfügung, die wir brauchen, um diese Situation zu bewältigen. Kritisch wird es für unsere Gesundheit bei Dauerstress und wenn es keine Entspannungsphasen mehr gibt.

Dann ist Cortisol ständig in hohen Mengen im Körper nachzuweisen und tut uns nicht mehr gut. Cortisol stimuliert nämlich auch das Hormon Insulin und Insulin regt die Speicherung von Fett im Inneren des Bauches an. Weitere Fettregulatoren wie Wachstumshormone und Leptin werden ebenso weniger, so dass wir automatisch mehr Fett ansammeln.

Du siehst, das Hormonorchester, welches unsere Figur mit beeinflusst, ist riesig groß. Es geht nicht nur um Östrogen und Progesteron.

3. Innere Einstellung und Stress

Wenn wir uns nun über mehr Gewicht auf unseren Rippen ärgern, werden wiederum Stresshormone ausgeschüttet. Dadurch wird die Fettverbrennung weiter reduziert oder sogar gestoppt, das Gewicht steigt – und schwupps sitzen wir in der Stress-Fettfalle.

Okay, das sind nun also ein paar wissenschaftliche Erklärungen und vielleicht denkst du dir jetzt:

„Gut und schön, aber was mache ich denn jetzt um abzunehmen?“

Bevor wir darauf eingehen, stelle dir vorab doch noch diese Frage:

WARUM möchte ich abnehmen?

Wenn du deinen eigenen Motiven auf die Spur kommst, hast du nämlich die treibende Kraft hinter deinem Verhalten entdeckt. Dann verstehst du, warum du etwas tust und warum du etwas nicht tust.

*** Bist du auf das Thema „Traumfigur“ fixiert?

*** Warum?

*** Kommt die Motivation von außen, oder tief aus deinem Inneren?

*** Glaubst du, nicht mehr attraktiv zu sein, wenn ein paar Rundungen mehr deinen Körper schmücken?

*** Oder fühlst du dich unwohl mit mehr Gewicht?

*** Vielleicht sind es auch eher gesundheitliche Gründe?

Häufig rennen wir einfach irgendwelchen Idealen hinterher, die gar nicht unsere eigenen sind und uns deshalb auch nicht glücklich machen. Wir quälen uns durch Diäten und Co, und tun uns damit nicht wirklich was Gutes.

Die folgenden Tipps / Erfahrungen / Empfehlungen zielen nicht nur auf das Thema Gewicht, sondern sind generell dazu geeignet, unsere Gesundheit zu unterstützen, so dass wir uns in unserem Körper wohlfühlen können (und idealerweise auch mit unserem Gewicht!):

Auf diesen 3 Ebenen kannst du ansetzen:

1. Ebene ERNÄHRUNG

Natürlich nimmt die Ernährung einen großen Einfluss auf unser Gewicht und Wohlbefinden.

Nicht umsonst heißt es „Du bist, was du isst!“.

Wenn wir uns Nahrung geben, die unser Körper nicht gut verarbeiten kann, ist das purer Stress für ihn. Völlegefühl, Magenschmerzen können die Folge sein – und auch die ungeliebten Ablagerungen auf Hüfte, Bauch und Co. können damit zusammen hängen.

Wir können und wollen hier kein Plädoyer für irgendeine Art von Ernährung halten. Jede Frau sollte für sich herausfinden und entscheiden, welche LEBENSmittel ihr wirklich guttun. Wir sind doch alle viel zu verschieden, als dass das Ernährungskonzept der einen Frau unbedingt auf alle anderen passen muss. Was wir aber tun können, ist uns gegenseitig zu inspirieren!

Was soll ESSEN für uns tun?

Wir sollten im Idealfall durch das Essen Energie bekommen und nicht verlieren. Das heißt, es sollte uns nach dem Essen besser gehen, als vorher. Wir sollten uns lebendig fühlen, wenn wir LEBENsmittel zu uns nehmen, nicht träge und voll.

Und Spaß darf es uns auch machen – denn wer genießt, strahlt das auch aus!

Es gibt heutzutage zum Glück so viele Möglichkeiten, wie wir uns bewusst und gesund ernähren können, ohne auf Genuss zu verzichten (denn der ist uns total wichtig!).

Seitdem wir uns bspw. intensiv mit der veganen Küche beschäftigen, sind so viele neue Gewürze und Zutaten in unsere Töpfe gewandert, wie wir es uns nie haben vorstellen können. Eine totale Bereicherung für unsere Geschmacksnerven, die uns wirklich guttut! Und Spaß haben wir dabei auch :-).

Darauf achten wir – vielleicht ist ja was für dich dabei?

Wir empfehlen dir:

  • Vermeide Süßstoffe
  • Mache einen großen Bogen um sämtliche Light-Produkte
  • Streiche fettreduzierte Produkte von deinem Einkaufszettel
  • Achtung bei Alkohol! Schon kleinste Mengen stoppen die Fettverbrennung, da unser Körper zuerst einmal den Alkohol wieder abbauen muss, bevor er daran denkt, andere Kalorien zu verbrennen – und Sabine merkt dann auch wieder Hitzewallungen, die ansonsten vollkommen weg sind.
  • Überprüfe deinen Magnesiumvorrat im Körper, denn ein Magnesiummangel kann u.a. zu Schokoladen-Heißhunger führen.
  • Auch auf „Junk- Food“ oder „Fast Food“ sollten wir möglichst verzichten (natürlich darf es davon auch Ausnahmen geben!!). Aber in vielen dieser Produkte stecken bestimmte Fettsäuren, die unserem Körper kurzfristig eine bessere Stimmung vorgaukeln können, bevor wir dann in ein tiefes Loch fallen.
  • Probiere doch mal aus, wie es dir geht, wenn du einige Zeit auf Gluten, Milchprodukte und Zucker verzichtest. Bei uns sind dadurch ganz schnell einige Pfunde gepurzelt (und die Wechseljahre-Symptome waren bei Sabine auch weg :-)).
Was kannst du stattdessen tun?
  • Trinke ausreichend, je nach Gewicht zwischen 2 und 3 Liter, stilles Wasser. Dieses sollte möglichst rein sein (keine Hormon- und Antibiotikarückstände enthalten) und idealerweise energetisiert sein – denn dann erhältst du eine große Portion Power und Lebensenergie mit jedem Schluck!
  • Bereite deine Speisen möglichst frisch zu.
  • Achte auf eine farbenfrohe Gestaltung deiner Mahlzeiten – dann stellst du sicher, dass du eine ausgewogene Mischung von Vitaminen und Mineralstoffen zu dir nimmst.
  • Nutze frische Kräuter und Sprossen, um deine Mahlzeiten noch zu veredeln.
  • Bevorzuge saisonale Kost, biologisch rein, Vitamin- und Ballaststoffreich – darüber freut sich unser Körper.
  • Nimm gesunde Fette zu dir (denn solche Fette machen nicht fett, sondern wir brauchen sie zum guten Leben). Du findest sie bspw. in Nüssen, Samen, kaltgepresstem Olivenöl.

2. Ebene BEWEGUNG und ENTSPANNUNG

Immer wieder lesen wir, dass eine regelmäßige und moderate Bewegung am gesündesten sein soll. Zu viele und heftige Trainingseinheiten können nämlich auch wieder Stress für den Körper bedeuten.

Wenn wir uns bewegen, erhöhen wir unseren Kalorienbedarf. Und wenn wir konsequent mehr Kalorien verbrennen, als aufnehmen, dann halten oder reduzieren wir unser Gewicht.

Und auch, wenn du nun denkst: ich bewege mich und trotzdem passiert nichts – frage dich doch mal, was wäre, wenn du dich nicht bewegen würdest.

Wieviel Gutes tust du damit auch deinen Gelenken und deinem Herz-Kreislauf-System? Ist das Gefühl nach einer Sporteinheit nicht genial? Wie fühlst du dich dann in deinem Körper? Es geht um so viel mehr, als nur unser Gewicht.

Nicht zu vergessen ist das wichtige Thema der ENTSPANNUNG bei unseren Aktivitäten. Idealerweise bist du in einer guten Balance zwischen Entspannung und Anspannung. Deine Energiereserven sind gefüllt, so dass du in anstrengenden Phasen deine Aktivität hochfahren kannst und dir genügend Energie zur Verfügung steht.

Und wenn du durch die Entspannung immer wieder deine Stresshormone (die ja, wie oben beschrieben unseren Stoffwechsel bremsen) abbaust, dankt dir das auch dein Stoffwechsel!

Leider ist heutzutage das Gegenteil sehr verbreitet:

Viele Menschen stehen ständig auf dem Gaspedal, sind angespannt und kommen nur sehr schlecht in die Entspannung. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass über 80% aller Erkrankungen durch Stress verursacht werden. Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Rückenbeschwerden, Magengeschwüre sind hier nur als Beispiele genannt.

Die gute Nachricht:

Du kannst dir aktiv Entspannung in dein Leben holen.

Das ist eine bewusste Entscheidung, die dir auf mehreren Ebenen Ruhe und Gelassenheit bringt. Dadurch wird u.a. deine Verdauung positiv beeinflusst, deine Hormone kommen in Balance, dein gesunder Blutdruck wird gestärkt und du bist mehr bei dir und kannst den Irrungen und Wirrungen des Lebens gestärkt gegenübertreten.

Was kannst du tun?

  • Nutze die Kraft der Rituale und baue dir ein tägliches (kleines) und wöchentlich (größeres) Entspannungsritual in dein Leben ein.
  • Wir nutzen dazu regelmäßige Atem- und Meditationseinheiten, die uns sehr gut tun.
  • Kennst du Yoga Nidra? Oder auch Bhramari, die Bienenatmung? Du findest dazu weitere Beiträge und Videos hier auf unserem Blog.
  • Und natürlich kannst du auch noch bei unserem „FrauSeele-Yoga für die Frau ab der Lebensmitte“ mitmachen, das gerade in die 3. Runde gestartet ist (und bis zum 26.10.2019 nochmal die Türen für einige Spätentschlossene geöffnet hat). Hier findest du über 100 Übungen, Techniken und wertvolle Unterstützung, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen – so dass dein WOHLFÜHLgewicht leichter zu erreichen oder auch zu halten ist. (Klicke hier für mehr Informationen)

3. Ebene der GEDANKEN und GEFÜHLE

Wie wäre es, wenn wir uns nicht nur darum kümmern, wie wir körperlich leichter werden? Wir können uns auch darin üben, uns gedanklich zu erleichtern. Kein „ich soll, ich muss, ich darf nicht“, sondern ein bewusstes „ich erlaube mir, ich entscheide mich für…“.

Ein gesunder Körper ist mit einem gesunden Geist verbunden.

Also darfst du dich auch gut um deine mentale Gesundheit kümmern.

*** Trägst du Altlasten (wie Ärger, Trauer, Ängste ), mit dir herum?

*** Bist du jemandem noch wütend für das, was dieser Mensch dir vielleicht in deiner Vergangenheit angetan hat?

*** Sorgst du dich um die Zukunft, weil du nicht weißt, wie es werden wird?

Dann hast du wahrscheinlich auch daran schwer zu tragen – solche Altlasten können uns im wahrsten Sinne des Wortes schwer machen.

Wenn du grübelst, dir negative Gedanken durch den Kopf gehen, bedeutet das Stress für dich.

Und das Gemeine ist, dass dir das gar nicht bewusst sein muss. Viele dieser Denkspiralen laufen zuverlässig wie ein sich immer drehendes Karussell – allerdings unbemerkt irgendwo im Unterbewusstsein.

Dein Körper schüttet in solchen negativen Denkphasen immer wieder Stresshormone aus.

*** Du weißt, was dann wieder kommt?

Genau, die Stress-Fett-Falle schnappt zu.

Falls du dich bei diesem Thema angesprochen fühlst, kannst du fragen:

*** Wovor habe ich Angst?

Vielleicht vor dem Älter werden, dem Verlust jugendlicher Attraktivität, der eigenen Endlichkeit?

Damit bist du nicht alleine. Das geht vielen so, allerdings wird darüber nicht so gerne gesprochen.

Dabei tut es uns so gut, wenn wir unsere gesamten Gefühle nicht weiter verstecken und unterdrücken, sondern sie ansehen und annehmen. Denn jedes Gefühl hat eine wertvolle Botschaft für uns – wir müssen nur zuhören.

*** Über welche Erfahrung aus meiner Vergangenheit denke ich oft nach und fühle mich dann schlecht?

Schließe Frieden mit deiner Vergangenheit. Denn wie heißt es so schön?

„Wer anderen etwas nachträgt, hat schwer zu schleppen!“

Wenn wir uns nicht jetzt, ab der Lebensmitte, diese Altlasten ansehen – wann denn dann?

Nun beginnt die Lebensphase, in der wir uns bewusst mit unseren Werten, Hoffnungen, Träumen und Erfahrungen auseinandersetzen dürfen.

Der Blick darf jetzt mehr in unser Inneres gelenkt werden. Natürlich dürfen Äußerlichkeiten noch eine Rolle spielen, aber der Fokus darf sich verändern.

Sei es dir wert, dich (wieder) mehr um dich zu kümmern.

Nun dürfen die Themen Selbstannahme, Selbstbewusstsein und Selbstliebe in die Scheinwerfer treten!

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Und jetzt nochmal konkret: wie hängen Stress und Essen zusammen?

Was machst du, wenn du unter ständiger Anspannung bist?

Wenn von außen Anforderungen und Wünsche an dich herangetragen werden, während du innerlich spürst, dass du kaum noch Energie hast?

Treibst du dich dann weiter an, um zu funktionieren?

Kommt „Nein“ sagen für dich nicht in die Tüte?

Vielleicht fällt es dir auch noch schwer, dich so anzunehmen wie du bist?

Dann suchst du dir vielleicht auf einer anderer Ebene einen Ausgleich, um da nicht weiter reinstürzen zu müssen. Dieser Ausgleich kann das Essen sein.

Essen hat immer wieder die Funktion eines „Gegengiftes“ bei Stress. Essen ist verführerisch und dient häufig gar nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der emotionalen Befriedigung.

Vielleicht hast du schon mal den Begriff „Emotionales Essen“ gehört?

In unserem Körper spuken bei Stress einige Substanzen herum, die uns mächtig Appetit auf alles Mögliche machen. Nein, meistens auf nix Gesundes. Das, was wir in dem Moment wollen, sollte uns schnell ein Gefühl der Befriedigung geben und leicht erreichbar sein. Wer schnippelt in stressigen Phasen eine halbe Stunde Gemüse? Der Schokokeks ist viel schneller in uns drin – und in solchen Momenten zählt der Faktor Zeit.

Es geht darum, schnell diesen Frust oder Stress zu beseitigen, denn an erster Stelle steht für unser Unterbewusstsein immer:

Vermeide Schmerzen!

Und Stress, Erschöpfung, Ängste oder Wut sind eine Form von Schmerz für uns, den wir lindern und vermeiden wollen. Unser gesunder Menschenverstand ist in solchen Situationen erst mal ausgeschaltet.

Bist du auch so eine Stress-Esserin? Versuchst du, hektische Zeiten mit leckeren Kalorien erträglicher zu machen? Dann könnte hier ein erster Ansatz für dich sein, dieser Fettfalle zu entkommen.

Denn eines ist unstrittig: zu viel Fett um Bauch und Hüfte lässt bei Frauen das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes und Krebserkrankungen ansteigen.

Und sollte DAS nicht die erste und wichtigste Motivation für uns Frauen sein, uns etwas Gutes zu tun und uns um unser Gewicht zu kümmern?

Und damit sind wir nicht mehr bei der TRAUMfigur, die im schlimmsten Fall fremden Idealen hinterherläuft, sondern bei unserem gesunden WOHLFÜHLgewicht.

Denn eine Traumfigur, was auch immer das heißen mag, ist meistens harte Arbeit – und wo bleibt da das Wohlfühlen, die Lebensfreude?

Also, wie wäre es mit:

Bye, bye Traumfigur, wenn sie mich nur stresst – und –>HERZLICH Willkommen GESUNDES Wohlfühlgewicht!

Denn eines ist doch unstrittig, oder? Dauerhafter Stress tut uns nicht gut und ist ungesund. Wenn wir uns ständig mit unserer Figur und unserem Äußeren beschäftigen, vergessen wir das Wichtigste: unser Innenleben, unsere wahre Schönheit und Bestimmung. Und der Spaß bleibt auf der Strecke…

Und wusstest du, dass Bauchfett die Eierstöcke der Wechseljahre sind? Hier wird nämlich im Alter u.a. Östrogen produziert :-).

Damit sind wir bei einer wichtigen Lernaufgabe der Wechseljahre: dem Kurswechsel. Weg von „immer höher, schneller, weiter“ hin zu „mehr Bewusstheit und Selbstannahme“.

Wir dürfen nun die Beziehung zu uns selbst in den Vordergrund stellen, wenn das nicht sowieso schon passiert ist.

Wir dürfen uns wichtig nehmen, mit allem, was ist.

Wir dürfen „Nein“ sagen, wenn wir etwas nicht wollen.

Tue dir was Gutes: identifiziere und eliminiere deine aktuellen Stressauslöser!

*** Welche Themen in deinem Alltag stressen dich?

*** Was davon kannst du ändern?

Also entweder kannst du deine Einstellung dazu ändern (es muss nicht immer alles sofort und perfekt sein) oder du streichst manche Sachen einfach von deiner To-Do-Liste, weil sie bei näherer Betrachtung gar nicht soooo wichtig sind, aber eine Menge Energie von dir abverlangen.

Einen neuen Blickwinkel einnehmen!

Unser Leben unterliegt ständigen Veränderungen, ob wir das nun wollen oder nicht. Nun machen Veränderungen vielen Menschen Angst, sie kommen damit raus aus ihrer Komfortzone und das kann, evolutionstechnisch gesehen, theoretisch gefährlich sein.

Unser Leben ist wie die Jahreszeiten. Und jede Lebensphase hat ihre Besonderheit, auf psychischer und körperlicher Ebene. So hat das Leben mit 40+ oder 50+ meistens andere Themenschwerpunkte als mit 30. So wie der Frühling auch nicht mit dem Sommer oder Herbst zu vergleichen ist.

Und gegen natürliche Veränderungen angehen zu wollen, ist wie gegen Windmühlen kämpfen – Kräfte raubend und sinnlos.

Es kann im wahrsten Sinne entlastend sein, die natürlichen Veränderungen anzunehmen.

Wenn wir jede Lebensphase freudig, vielleicht auch neugierig, begrüßen, ist das Leben einfach schöner!

Unser Körper darf sich wandeln, solange wir dabei gesund bleiben und uns in ihm wohlfühlen.

Was wir nicht (mehr) tun sollten: zu versuchen, nur äußeren Maßstäben gerecht zu werden.

Wir dürfen und sollten nach Innen schauen und spüren, was wir WIRKLICH brauchen.

Deshalb ist FrauSeele’s Motto:

„Entdecke, was DIR gut tut!“

Und so beenden wir diese Reise zum Thema Traumfigur und Wohlfühlgewicht ab der Lebensmitte mit der Erkenntnis, dass das Thema STRESS und die damit verbundenen Glaubenssätze (ich muss…) einer der größten Hebel ist, um unser Wohlfühlgewicht zu erreichen und das Thema Traumfigur von der „To-do-Liste“ zu streichen.

Es sei denn, Traumfigur und Wohlfühlgewicht sind ein und dasselbe….. 🙂

Was hast du für Erfahrungen mit deinem Gewicht ab der Lebensmitte gemacht? Schreibe uns dazu gerne etwas in die Kommentare!

FrauSeele Unterschrift

FRAUSEELE – glücklich ab der Lebensmitte

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P.S.!!!!!!!

Ganz wichtig ist uns auch noch, in diesem Zusammenhang auf die enorme Bedeutung unseres Darmes hinzuweisen. Eine Darmsanierung und Regulierung der Darmflora kann wie ein Jungbrunnen sein – und hat enorme Auswirkungen auf unser Gewicht. Mehr dazu findest du in dem Beitrag von Hannelore Riedmiller: Gesundheit beginnt im Darm.

Und auch die Schilddrüse sollte gecheckt werden. Falls die nämlich Unterstützung braucht, und du das nicht weißt, ist es so, als ob du gegen Windmühlen ankämpfst. Du machst und tust – und nichts passiert mit deinem Gewicht. Wertvolle Infos dazu findest du in dem Beitrag von Angelika Jäger: Traumfigur und Hashimoto.

Sehr persönlich, sicherlich polariserend, aber auch motivierend finden wir die Pläne von Gela Löhr, die nun das Projekt „Waschbrettbauch“ angehen möchte. Wir sind gespannt auf ihre Erfahrungen – doch schau selbst: Waschbrettbauch mit 50.

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