Später nichts bereuen – stelle jetzt die Weichen!

Wie oft denkst du „ach, hätte ich doch nur…“ oder „wenn ich die Uhr nochmal zurück drehen könnte, würde ich vieles anders machen“? Bereuen kann ganz schön weh tun.

Häufig glauben wir dann, dass es bereits zu spät für eine Veränderung ist und beugen uns unserem vermeintlichen Schicksal. Der Gedanke „Vielleicht mache ich das ja im nächsten Leben!“ versucht zu trösten.

Ob eine nächste Runde im Lebenskarussel kommt, weiß ich leider nicht. Es gibt aber gute Nachrichten für DIESES Leben:

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Es ist nie zu spät!

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“        Georg Christoph Lichtenberg

HEUTE ist also der passende Tag, um alles richtig, besser oder zumindest anders zu machen.

Und einige Ansatzpunkte für Veränderungen sind nur eine Armlänge von uns entfernt. Wenn wir diese (er-)kennen, kann vieles tatsächlich besser werden.

Erkennst du dich in den folgenden Fragen?

Trägst du eine Maske, um andere zu beeindrucken?

Falls ja: Was ist hinter dieser Maske, die du der Welt zeigst?

Wenn man nur versucht zu sein, wie die anderen einen haben wollen, vergisst man irgendwann, wer man tatsächlich ist. Wir brauchen dann Lebensenergie von außen. Wir werden immer abhängiger von der Anerkennung anderer. Also heißt es, sich noch mehr zu verbiegen. Die eigene Angst davor, was ist, wenn die externe Energiequelle (vermeintlich) versiegt, ist meistens groß.

Aber wie soll dann etwas entstehen, was uns von innen heraus erfüllt?

Hab keine Angst vor dem Urteil anderer. Und wenn doch, dann sieh dieser Angst in die Augen und sie wird kleiner werden, Stück für Stück. Angst ist eine Energie, die man nicht unterdrücken kann. Wenn man es versucht, macht sie sich auf andere, unangenehme Weise bemerkbar.

Tief in deinem Herzen weißt du, wer du bist und was gut für dich ist! Mache dich auf den Weg zu deiner schönsten Entdeckungsreise:

Zu dir selbst!

Du musst nicht perfekt sein, damit andere dich mögen. Beeindrucke sie, und vor allem dich selbst, doch eher damit, wie souverän du mit dem Unperfekten umgehst. Und die Maske kann fallen….

Inwieweit bestimmen andere deine Träume?

Eine der größten Herausforderungen im Leben ist es, heraus zu finden, wer du bist und was du wirklich willst. Und denjenigen, der dich im Spiegel anlächelt, dann auch zu mögen.

Welches sind deine eigenen Ziele und Träume? Was wurde dir von außen übergestülpt? Machst du etwas, weil das schon immer so war oder weil dein Herz danach ruft? Lebst du an einem Ort, an dem du dich wirklich wohl fühlst oder weil es halt so sein muss?

Überwinde deinen Widerstand gegen etwas Neues. Spüre deinen eigenen Standpunkt, deine Stärke, deine Schwäche, deine Freude und Angst, deine Wünsche und Träume.

Grenze dich ab und komme zu dir zurück. Das geht natürlich nicht unbedingt von jetzt auf gleich, manches braucht Zeit – aber wir werden schnell zumindest mit Kleinigkeiten belohnt. Lebe DEIN Leben!

Umgibst du dich mit Menschen, die eine negative Wirkung auf dich haben?

Gib ihnen nicht die Macht über dich. Du entscheidest, wie du dich von anderen behandeln lässt.

Viele fühlen sich als Opfer anderer. Sind gefühlt umzingelt von denen, die keine Rücksicht nehmen, hart und egoistisch durchs Leben ziehen. Immer sind sie für andere da, doch umgekehrt hören sie häufig „Kein Anschluss unter dieser Nummer“.

Wir können noch so sehr hoffen, dass unsere Mitmenschen freundlicher und respektvoller mit uns umgehen. Endlich mal Zeit für uns und unsere Belange haben, uns zuhören. Und auch die Idee, dass die Menschen mit ständig negativer Energie, die unseren Akku in Sekunden in die Knie zwingen, uns irgendwann etwas gute Energie zurück geben, bleibt meistens ein Wunsch.

Das Zauberwort für mich heißt hier „Blickwechsel“.

Wenn du dich nicht mehr als Opfer, sondern als Verantwortlicher fühlst, erkennst du, dass nur du diesen Menschen die Tür in dein Leben geöffnet hast. Oder etwas milder, dass nur du diese Menschen gewähren lässt. Deine Tür darf auch mal verschlossen bleiben.

Oder du öffnest erst einmal nur ein Fenster, schaust heraus und sprichst von deinen Wünschen und Bedürfnissen in dieser Beziehung, die sich für dich unausgewogen anfühlt. Der ein oder andere ist vielleicht erst einmal erstaunt, mancher auch erbost. Doch so erkennst du, wer dir wirklich gut tut.

Was spricht dagegen, dich mit Menschen zu umgeben, die dich bereichern, mit denen der Energieaustausch in beide Richtungen funktioniert? Wenn diese nicht da sind, begib dich auf die Suche nach Gleichgesinnten. Oder schließe eine engere Freundschaft mit dir selbst, so dass du unabhängiger von anderen wirst.

Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.  Mutter Teresa

Das gilt natürlich auch andersrum!

Denkst du nur an dein eigenes Wohl?

Jetzt kommt das andere Extrem:

Eigene Grenzen zu vertreten ist natürlich wichtig für uns, nein sagen zu können ebenso! Mehr dazu erfährst du in dem Artikel „Warum nein sagen gut für deine Gesundheit ist“.

Hier geht es allerdings um Rücksichtslosigkeit und fehlendes Einfühlungsvermögen in andere…

„Was Du anderen antust, tust Du letzten Endes dir selber an.“

Falls dieser Punkt dich irgendwie berührt:

Es gibt feine Unterschiede zwischen gesunder Selbstliebe und kranker Egozentrik.

Wir werden als soziale Wesen geboren. Die meisten von uns lieben und brauchen den Austausch mit anderen. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sind ganz tief in unseren Genen verankert. Erst durch unser Gesellschaftssystem, bestimmte (gut gemeinte) Äußerungen in der Erziehung wird dieses Gefühl an die Seite gedrängt und häufig unbewusst die „Ellbogenmentalität“ entwickelt. So überrennt der Stärkere, Lautere sicherlich viele leisere Weggefährten, ohne dass bewusst wahr zu nehmen. Und irgendwann wacht er vielleicht auf und ist geschockt, dass er so gehandelt hat.

Die Entscheidung liegt bei dir! Manchmal ist der Tanz zwischen den Extremen Egoismus und Selbstaufgabe wie ein Drahtseilakt, die Wahl zwischen schwarz oder weiß. Doch dazwischen gibt es noch so viele Grauabstufungen, die es zu erleben gilt.

Scheust du die Veränderung?

Wenn alles immer so bleiben soll, wie es mal war, wird der Keim des Wachstums erstickt. Was nicht heißen soll, dass Alt-bewährtes nicht schützenswürdig ist! Häufig kleben wir aber an Altem, um Sicherheit zu spüren. Wir haben Angst vor dem Neuen, Unbekannten. Doch wie viele Veränderungen gibt es, die im Nachhinein ein Segen für uns waren? Mir fallen da so einige ein…

Gibst du auf, wenn es schwierig wird?

Kurz vor der Zielgeraden geht die Luft aus. Stimmen flüstern, dass man es ja doch nicht schafft. Und dann kommt die erlösende (Schein-) Erkenntnis, dass man es ja sowieso nicht unbedingt wollte. Schwein gehabt, Schweiß gespart ;-).

Und zurück in der altbewährten Komfortzone ist es ja auch ganz schön.

Doch wenn wir wachsen, uns entwickeln möchten, brauchen wir Herausforderungen. Und zwar solche, die wir bewältigt haben und solche, an denen wir gescheitert sind.

Und oft wäre ja tatsächlich noch genügend Luft für den Endspurt dagewesen, wenn wir es doch nur versucht hätten. Klar, eine Garantie dafür gibt es nicht. Und manchmal ist es auch sinnvoll, mitten auf dem Weg umzudrehen, wenn man z.B. erkannt hat, dass es nicht der eigene ist.

Vielleicht hilft folgender Gedanke:

Wenn dein Gehirn (oder der innere Schweinehund) den Befehl „Aufhören“ brüllt und KEINE Gefahr im Verzug ist, gehe in die Verlängerung. Gib dir noch einen Tag länger für das Projekt, laufe noch eine Runde mehr um den Park, höre noch einmal deinem Gegenüber zu und versuche ihn zu verstehen.

Um Ziele zu erreichen, müssen häufig auch Barrieren aus dem Weg geräumt werden. Schweiß, auch im übertragenen Sinne, darf fließen. Wir müssen auch Stillstand aushalten können. Am besten in der Gewissheit, dass dieser Stillstand für das Vorankommen sehr wichtig ist. Neues kann sich so setzen und wir können nach Luft schnappen. Um danach vielleicht in die Verlängerung zu gehen!

Versuchst du, alles immer im Griff zu haben?

Sei gut zu dir selbst.  Du darfst auch scheitern. All das gehört zu einem intensiv gelebten Leben aus meiner Sicht dazu. Und im Nachhinein sind auch die Misserfolge gar nicht mehr so dramatisch. Manchmal öffnete sich dadurch sicherlich eine neue Tür, hinter der du viel Schönes erfahren durftest.

Du darfst durchgehen: durch all die Türen deines Lebens und staunen, wie bunt unser Leben ist. Und das Schwarz in dieser Farbpalette (Misserfolge, Abschiede) bringt alle anderen Farben erst richtig zum Leuchten.

Ich glaube fest daran, dass diese Ansätze uns dabei unterstützen,  die Momente des Bedauerns enorm zu reduzieren.

Was glaubst du? Ich freue mich auf deine Erfahrungen zu diesem Thema!
2 Kommentare
  1. Susanne sagte:

    Liebe Frau Seele,
    ich bin jetzt 46 geworden und habe seit ca einem Jahr das Gefühl mich immer besser mit mir selbst zu verstehen. Ist das nicht verrückt? Früher wollte ich es meinen Eltern recht machen, den Lehrern, meinem Chef und dann meinem Mann. Irgendwann kam der Zusammenbruch und es ging nichts mehr. Ich war sauer und wütend auf alle anderen und dann mit einem male erkannte ich, daß ich auf mich sauer sein müsste. Na ja, oder enttäuscht. Habe dann erkannt, dass ich Nein sagen darf, wie du auch in dem anderen Artikel schreibst. Das tue ich jetzt, war schwer am Anfang aber jetzt haben sich alle daran gewöhnt, daß ich auch mal unbequem sein kann. Und mir ging es nie besser. Meine Tochter findet das auch super!

    Dankeschön für deine Inspirationen
    Susanne

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Liebe Susanne,

      herzlichen Glückwunsch zu dieser Entwicklung. Damit machst du ja tatsächlich einen großen Schritt in Richtung „Nichts bereuen“ – Eigenverantwortung zu übernehmen ist so wichtig und effektiv.

      Und natürlich bist du dadurch ja auch ein tolles Vorbild für deine Tochter. Sie lernt ja auch von dir und das ist sicherlich etwas, was für sie sehr wertvoll sein kann.

      Weiterhin viel Freude auf deiner Entdeckungsreise zu dir selbst.

      Herzlichst,

      deine FrauSeele

      Antworten

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