So könnte deine Fastenzeit ablaufen

Herzlich Willkommen bei deinem Fasten-Abenteuer

Wenn du diesen Beitrag über das Fasten liest, dann scheinst du ja wirklich mit dem Gedanken zu spielen zu fasten. Vielleicht brauchst du aber auch Infos, um nicht jetzt in der Fastenzeit, sondern zu einem späteren Zeitpunkt mit deiner persönlichen Fastenzeit zu beginnen. Wie auch immer: Herzlich willkommen!

Wenn du bereits gefastet hast, weißt du sicherlich genau, wie dein Fastenprozess ablaufen wird. Vielleicht hast du auch ein gutes Fastenbuch zur Hand, in dem der Ablauf genau beschrieben ist. Wunderbar, dann kannst du ja loslegen.

Falls du aber nicht genau weißt, wie der Ablauf des Fastens gestaltet werden kann, dann bist du bei diesem Artikel genau richtig! Wir geben dir heute einen groben Überblick über deine Fastenwoche. 

Lege einen Termin fest

Lege in deinem Terminkalender fest, wann du mit dem Fasten bzw. mit den Entlastungstagen beginnen möchtest. Wähle möglichst eine Fastenzeit, in der du die ersten 3 Fastentage keine oder nur sehr wenige Termine hast. Erfahrungsgemäß ist es leichter bei abnehmenden Mond zu fasten, da der Organismus auf Loslassen programmiert ist. Diese Zeit solltest du einplanen:

  • 2 – 3 Entlastungstage
  • 5 – 10 Fastentage
  • 3 – 5 Aufbautage (je nachdem, wie lange du gefastet hast)

Informiere dein privates Umfeld, dass du fasten willst und welche Auswirkung das für alle hat (in den ersten 3 Fastentagen fällt es z.B. deutlich schwerer für andere zu kochen und ihnen beim Essen zuzuschauen).

Wähle deine Fastenart aus

Um zu entscheiden, wie du fasten möchtest, lies dir noch einmal unseren letzten Beitrag durch: Fastenarten – du hast die Wahl.

Bettina hat sich bei ihrem letzten Fasten für das Smoothie-Fasten entschieden. Sie wird 3 – 4 mal  täglich einen frischen Smoothie „kauen“ und in der restlichen Zeit nur Wasser und Tee zu sich nehmen.

Sabine bevorzugt ein Fasten mit Wasser, Tee und 1 – 2 Gläsern frisch gepresstem, verdünntem Gemüsesaft  pro Tag durchführen (eine Alternative zu Gemüsesaft ist die klare Gemüsebrühe).

Beginne mit deinen Entlastungstagen

Entlasten heißt diätetisch UND seelisch-geistig entlasten. Wenig und einfach essen. So, dass sie gerade eben satt werden. Dr. Hellmut Lützner

Die Entlastungstage bereiten deinen Körper, insbesondere deinen Darm, auf die kommende Fastenzeit vor. In dieser Phase solltest du alle schwer verdaulichen Nahrungsmittel von deinem Speiseplan streichen. Idealerweise sollte diese Zeit OHNE tierische Proteine und ohne Weizen/Weißmehl verbracht werden. Joghurt darf nach Ansicht einiger Experten zu sich genommen werden. Falls du eine „Kaffeetante“ bist, reduziere die Menge oder höre bereits ganz damit auf (später kannst du dir ja wieder deine Lieblingstasse gönnen!). Ansonsten kann es tatsächlich zu einem kleinen oder größeren „Kaffee-Entzugs-Syndrom“ kommen. Das Gleiche gilt für alle Süßigkeiten (auch zuckerhaltige Getränke), Alkohol und Zigaretten.

Empfohlen werden Gemüserohkost, gedünstetes Gemüse, Gemüsesuppen, Obst, Nüsse, „Frühstücksbrei“ (gibt es mittlerweile in großer Auswahl in Bio-Qualität) mit Getreidemilch und Obst, Knäckebrot. FrauSeele isst als erste Mahlzeit des Tages ihr Glutenfreies Müsli. Hier geht es zum Rezept FrauSeele’s Müsli.

Leinsamen unterstützt deinen Darm. Du kannst in dieser Phase 3 mal täglich einen Esslöffel davon mit Joghurt oder Apfelmus (ohne Zucker) zu dir nehmen. Verzichte ab 16:00 Uhr auf Rohkost (kann gären und so den Darm belasten).

Eine weitere Option ist auch ein Obsttag, danach ein Reistag (Reis mit gedünsteten Äpfeln) durchzuführen. Das ist die strengere Herangehensweise, wenn noch ein paar Pfunde purzeln sollen.

So bist du dann wirklich bestens vorbereitet und du gleitest quasi sanft in die Fastenphase hinein.

Das brauchst du während des Fastens – die Vorbereitung

Kannst du alle unliebsamen Arbeiten noch vorher erledigen? Dann hast du für die nächste Zeit auch wirklich den Kopf frei.

Verräume alle „Lieblingsnahrungsmittel“, so dass sie dich nicht ständig „anspringen“. Frische Reste kannst du vielleicht verschenken, falls sie sonst niemand bei dir essen wird.

Außerdem lege dir folgende Gegenstände bereit:

  • Je nach Temperatur wärmere Kleidung. Es kann sein, dass du gerade am Anfang des Fastens etwas fröstelst.
  • Wärmflasche oder Kirschkernkissen.
  • Utensilien für die Darmreinigung (welche das genau sein können, erfährst du in unseren Fasten-Tipps, trage dich ein!).
  • Reichhaltige Körpercreme oder Öl, Luffa-Handschuh oder Peeling für die Haut (wenn du magst) und weitere Utensilien, mit denen du dich verwöhnen kannst.
  • Duft tut gut! Schon versucht? Verwende hochwertige ätherische Öle, FrauSeele liebt z.B. die Young Living-Öle. Du kannst diese dem Öl beimengen und das dann einmassieren oder einatmen. Falls du Fragen dazu hast, schreibe uns gerne.
  • Tee, Wasser und weitere Zutaten aus deinem „Fasten-Menue-Plan“. Details dazu findest du in unserem Fasten-Tipps-Newsletter.
  • In einem Fastentagebuch kannst du alle für dich wichtigen Details festhalten. Das ist besonders wertvoll, wenn du häufiger fasten möchtest und somit die unterschiedlichen Erfahrungen Revue passieren lassen und vergleichen möchtest.

Das Fasten beginnt mit der Darmentleerung

Die Darmentleerung ist ein sehr wichtiger Schritt, hiermit beginnt das Fasten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Anfang des Fastens. Vielleicht kennst du schon Glaubersalz? Manche Fastenprofis schwören auch auf Sauerkrautsaft. Natürlich geht auch der Irrigator. Gut ist es, 2 Methoden zu kombinieren. Eine orale Methode, also die Einnahme von etwas Abführendem und den klassischen Irrigator, der anal eingeführt wird. So wird wirklich alles durchgeputzt.

Unser absoluter Favorit ist der „Indische Goldregen – Cassia Fistula“. Das ist eine Heilfrucht, die bereits vor mehr als 2000 Jahren zur inneren Reinigung und Entgiftung genutzt wurde. Wir haben Sie im letzten Jahr das erste Mal ausprobiert und waren begeistert. Sie ermöglicht eine natürliche, sanfte, aber sehr wirkungsvolle Darmreinigungen. Hier haben wir uns diese Frucht bestellt Dein Gesundheitslehrer.de.  Wir haben direkt die bereits verarbeitete Frucht gekauft. Das ist viel einfacher, als die Frucht selbst aus der Schale zu pulen.

Eine weitere Empfehlung ist die Share Pflaume. Diesen Tipp haben wir von Dr. Rüdiger Dahlke, der darüber beim Fastenkongress gesprochen hat. Du kannst die Eigenschaften dieser Pflaume direkt bei ihm im Shop erfahren, es gibt ein PDF-Dokument dazu. Link zum Fastenshop und den Infos

Am besten bleibst du während des ersten Tages zu Hause. Dann hast du alles, was du brauchen könntest, in erreichbarer Nähe.

Mit einer guten Darmentleerung unterstützt du deinen Körper dabei, von der „Nahrungsaufnahme“ auf „loslassen“ umzuschalten. Also nimm dir bitte unbedingt Zeit für dieses wichtige Ritual.

Fastenzeit

In der Fastenzeit sollten wir alles, was wir zu uns nehmen, bewusst aufnehmen. Das bedeutet, die Fastengetränke schluckweise zu trinken, besser sogar noch zu „kauen“. Lass dir Zeit beim Trinken und genieße, was du zu dir nimmst.

Trinke lieber mehr als weniger Wasser und Tee. Das Wasser ist nun ein ganz wichtiger Faktor, der dir dabei hilft, die gelösten Giftstoffe aus deinem Körper zu transportieren.

Nicht alle Tage sind während des Fastens gleich. Gerade am Anfang stellt sich dein Körper erheblich um, so dass es auch mal zu einem flauen Gefühl kommen kann. Auch Kopf- und Gliederschmerzen können aufgrund der Entgiftung auftreten. Nimm das alles bewusst wahr. Es gibt einiges, was dich auch hierbei unterstützen kann und was FrauSeele für dich in ihren Tipps zusammen gestellt hat.

An dieser Stelle nochmals FrauSeele’s Hinweis: BITTE faste auf eigene Faust nur, wenn du gesund bist! Ansonsten besprich dich mit deinem Arzt oder Heilpraktiker.

Ab dem vierten Tag fühlt sich die Mehrheit der Fastenden gut und stabil. Am dritten und auch am fünften Tag sollte wieder eine Darmentleerung mit einem Einlauf gemacht werden, da der Darm selten von alleine weiter arbeitet. Für manche ist tatsächlich ein täglicher Einlauf empfehlenswert.

Je nach Phase kannst du dich auch mit leichter Gymnastik, Yoga, Spaziergängen unterstützen. Deine Muskulatur wird es dir danken!

Und da wir auch über die Haut ausscheiden, ist die Fastenzeit nun die ideale Zeit, in der auch Peelings sehr gut tun. Für die Mundreinigung empfiehlt sich auch das Ölziehen, wenn du ein richtiges „Fasten-Wellness-Paket“ schnüren möchtest. Hier geht es zur Anleitung: Reinigungsrituale aus dem Ayurveda.

Das unterstützt dich während der Fastenzeit

Was tut deinem Körper gut? Das können Körperbehandlungen, leichte Massagen, leichte Bewegung oder anderer Sport sein. Höre auf deine innere Stimme.

Auch Meditationen und ruhige Musik können dich dabei unterstützen, innezuhalten und bewusst in dieser besonderen Zeit zu SEIN. Oder du liest, strickst, schreibst, malst, ruhst, schaust….

Vielleicht kannst du dich mit Gleichgesinnten zusammen tun? Es gibt tolle Fastengruppen. Auch FrauSeele unterstützt dich gerne auf deinem Weg. Schreibe uns, wenn du Fragen hast oder Unterstützung brauchst.

Fastenkrisen – was tun?

Diese kommen zwar eher beim Langzeitfasten von über 3 Wochen vor, können sich aber auch beim Kurzzeitfasten melden. Meist kommt die Krise sehr überraschend. Betroffene fühlen sich gereizt, haben ein komisches Gefühl im Bauch, einen instabilen Kreislauf und glauben, sie sind krank. Falls das, wie in den meisten Fällen, nicht der Fall ist, braucht der Körper jetzt vor allem eins: Ruhe. Auch ein Einlauf ist in so einem Fall eine gute Möglichkeit, sich schnell wieder besser zu fühlen. Wenn es ganz schlimm ist, kann auch ein halber Löffel Honig gut helfen. Außerdem, das kann nicht oft genug betont werden: Wasser trinken nicht vergessen!

Fastenbrechen

Der Klassiker für diesen Zeitpunkt ist ein Apfel! Roh oder gedünstet, ganz nach deinem Geschmack. Das sollte das Erste an fester Nahrung sein, was du nach der Fastenperiode zu dir nimmst. Viele Fastenleute berichten, dass ihnen unser doch so vertrautes Obst noch NIE soooo gut geschmeckt hat.

Aufbautage

Die Aufbautage sind mindestens so wichtig wie die Fastentage. Sie gehören definitiv zu dieser Gesundheitskur dazu. Der Körper darf sich nun langsam wieder an die Aufnahme fester Nahrung gewöhnen. Dafür braucht er Zeit – je mehr wir uns davon nehmen, je bewusster wir auch diese Etappe beschreiten, desto besser.

Nach Dr. Hellmut Lützner „Wie neugeboren durch Fasten“ gibt es 3 Essensregeln:

Zeit nehmen, gründlich kauen, schweigend essen!

Du kannst nun aus verschiedenen leichten Suppen, Kartoffeln, Salat, Rohkost, Knäckebrot deine Favoriten zusammen stellen. Sei vorsichtig mit dem Würzen. Ein Verzicht in dieser Zeit auf Fleisch und Alkohol dankt dir dein Körper ebenfalls. Vielleicht geht es dir nämlich auch so wie vielen anderen, dass du nun viel empfindsamer bist was die Wahrnehmung von Geschmacksrichtungen angeht. Nun ist häufig „weniger mehr“.

Denke auch daran, deinen Darm zusätzlich dabei zu unterstützen, wieder in Fahrt zu kommen. Sauerkrautsaft, Leinsamen und andere Helferlein sollten in deiner Küche nun in Griffweite stehen.

Neue Erkenntnisse können Veränderungen bewirken

Blicke zurück – was hat sich getan? Ist dir etwas Neues bewusst geworden? Möchtest du bestimmte Gewohnheiten in deinen Alltag übernehmen? Kommt eine Änderung deiner Essgewohnheiten in Frage? JETZT ist der geeignete Zeitpunkt für derartige Umstellungen. Hat sich vielleicht auch auf seelischer Ebene etwas gelöst? Konntest du auch hier Ballast loswerden?

Sei stolz auf dich! Du hast es geschafft und bist wahrscheinlich erleichtert und auch erstaunt über diese neue Erfahrung. Fastenerfahrene werden bei diesem Satz nun wahrscheinlich schmunzeln und denken „Ja klar!“, oder? Aber für jeden ist es irgendwann einmal das erste Mal und da ist der Ausgang noch ungewiss und irgendwie auch total abstrakt. Was meinst du dazu?

Alles Liebe für dich und eine ganz besonders schöne Zeit!

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