Kennst du die 3 ultimativen Reinigungs-Rituale aus dem Ayurveda?

Reinigungs-Rituale sind im Ayurveda und Yoga sehr wichtig!

Mit einem Jungfrau-Aszendent habe ich mich schon fast mein ganzes Leben mit der Reinigung des Körpers beschäftigt. Mir war es immer wichtig meinen Körper regelmäßig von inneren und äußeren Verschmutzungen zu befreien.

Während meines Studiums begann ich jährlich zu fasten, führte regelmäßige Leber-, Nieren- und Darmreinigungen durch (mehr Infos dazu aber in einem späteren Artikel) und war immer neugierig, was es noch so an Reinigungstechniken gab.

Bei meiner Yogalehrer-Ausbildung in Vrindavan war dem Thema Reinigung – Kriyas im Yoga – ein ganzer Tag gewidmet.

FrauSeele Reinigung am JamunaDie Krishna-Stadt Vrindavan, liegt in Indien zwischen Delhi und Agra. Durch Vrindavan fließt der wunderschöne Fluß Jamuna.

Am Ufer des Jamunas bekamen wir an einem Tag eine sehr intensive Einführung und praktische Anleitung zu vielen Kriyas.

Es muss für die Inder ein lustiges Bild gewesen sein, wie 112 Yogis in der Ausbildung (die übrigens aus der ganzen Welt kamen), die Kunst der yogischen Reinigung lernten.

Einige der Kriyas führe ich heute noch täglich oder zumindest regelmäßig durch.

Die 3 ultimativen Reinigungs-Rituale am Morgen und Abend

Drei meiner täglich durchgeführten Reinigungs-Rituale möchte ich dir heute gerne näher bringen:

  1. Jala Neti – Nasendusche
  2. Jihvollekhana – Zungenschaben und
  3. Ölziehen.

Alle drei Techniken haben ihren Ursprung im Ayurveda .

1. Jala Neti – Nasendusche

So führst du die Nasendusche durch

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Mit einem Nasenkännchen, gefüllt mit laumwarmen Salzwasser (auf 0,2 l ca. 1 TL Meersalz), werden die Nasengänge gereinigt. Wenn man den Kopf schief hält, den Hals des Kännchens in ein Nasenloch gibt und das Wasser langsam in das Nasenloch einlaufen lässt, fließt es im anderen Nasenloch wieder heraus. Nach der Hälfte des Inhalts wechselt man das Nasenloch. Man braucht anfangs etwas Übung, dann geht es jedoch wunderbar. Mir hilft das vor allem bei Erkältungen so gut, dass ich so gut wie nie eine verstopfte Nase habe.

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So wirkt die Nasendusche:
  • Beugt Erkältungen vor.
  • Jala Neti reinigt die Nasendurchgänge und Nebenhöhlen von Umweltverschmutzung, Staub, Pollen, Krankheitserregern und überschüssigem Schleim.
  • Befeuchtet die Nasenschleimhaut (Bakterien und Viren siedeln sich eher in trockenem Milieu an).
  • Sehr hilfreich bei Erkältungskrankheiten, Grippe, Heuschnupfen, Asthma, chronischer Bronchitis, zystische Fibrose (Mukoviszidose), akuter und chronischer Entzündungen der Nasenschleimhaut (Rhinitis) und der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).
  • Und es soll sogar eine positive Wirkung bei Schnarchen haben.

Und hier kannst du das Neti-Kännchen bestellen: Neti-Kännchen *

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2. Jihvollekhana – Zungenschaben

 So wirkt Zungenschaben

Giulia Enders beschreibt den Mund in ihrem Buch „Darm mit Charme“ als Eingangshalle zum Darmrohr. Im Mund wird tagsüber aus verschiedenen Punkten Speichel abgegeben. Der Speichel enthält ein  körpereigenes Schmerzmittel (Opiorphin), das unsere Mundhöhle vor Schmerz schützt. Und das ist auch nötig, denn im Mund gibt es unendlich viele Nervenenden,  die ohne dieses Schmerzmittel ständig schmerzen würden.

Der Speichel schützt aber auch vor zu vielen unliebsamen Bakterien.  Aus dem Speichel wird ein Netz gebildet (Mucine), in dem die Bakterien hängen bleiben und durch antibakterielle Stoffe abgetötet werden.

In der Nacht jedoch wird kaum Speichel gebildet und morgens wachen wir mit einem extrem trockenen Mund, vielleicht sogar Halsschmerzen und Mundgeruch auf. Und ohne Speichel haben sich dann nachts viele Bakterien an den Zähnen und der Zunge abgelagert. Daher ist es so notwendig, dass wir, noch bevor wir was trinken oder essen, unsere Zähne putzen. Tun wir das nicht, haben die unliebsamen Bakterien freie Fahrt in den ganzen Körper.

Auf der Zunge verstecken sie sich sogar gerne unter einem Speichelnetz und können für unangenehmen Geruch sorgen.

Sicherlich ist dir jetzt klar, warum das Schaben der Zunge so wichtig ist. Damit können wir die Bakterien auf der Zunge einfach wegschaben. Zusätzlich verbessert sich durch das Schaben die Geschmackswahrnehmung und der Darm wird angeregt zu entgiften.

Auch abends macht es Sinn Zähne zu putzen und die Zunge zu schaben, damit man mit möglichst wenigen Bakterien in die Nacht startet.

So schabst du deine Zunge

Du schabst die gesamte Zunge. Man schabt gründlich von hinten nach vorne mit einem Zungenschaber aus Metall (siehe oberes Bild, neben dem Neti-Kännchen) oder einfach mit einem Löffel. Die Ablagerungen werden dann mit Wasser abgespült.

Den Zungenschaber gibt es hier: Zungenschaber *

Nach dem Zungenschaben bietet sich das Ölziehen als intensive Reinigung an:

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3. Ölziehen

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So wirkt das Ölziehen

Das Ölziehen ist eine wunderbare Methode, um viele Giftstoffe aus dem Mund zu lösen. Die Giftstoffe werden in dem Öl gebunden und dann ausgespuckt.

Dieses intensive Ritual hat großen Nutzen für dich:

  • Hält Zähne, Zahnfleisch und Mundflora gesund
  • Wirkt reinigend und desinfizierend
  • Entzündungen gehen zurück
  • Es hilft gegen Zahnfleischbluten
  • Speichelfluss wird angeregt und damit die Ausscheidung von Krankheits-Erregern gefördert
  • Durch einen verbesserten Lymphfluss werden Schlacken abtransportiert
  • Mundgeruch wird gemindert
  • Festigt lockere Zähne
  • Verringert Zahnbelag
  • Bekämpft Karies
  • Lässt Zähne wieder weiß werden.

Bereits in der Charaka Samhita (Kernstück der ayurvedischen Literatur) werden über 30 verschiedenen Krankheiten beschrieben, die mit Ölziehen geheilt werden sollen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Migräne, Diabetes, Hormonstörungen, Asthma, Arthritis, Blutkrankheiten, Magenprobleme, etc.

Mittlerweile gibt es v.a. in Indien diverse Studien, die den Erfolg des Ölziehens untermauern. In einer Studie praktizierte eine Kontrollgruppe eine Woche Ölziehen, während die andere Kontrollgruppe eine Woche den Mund mit Chlorhexidin spülte (Wirkstoff, der in vielen Mundspülungen enthalten ist). Nach der Woche hatten sich bei beiden Techniken Streptococcus mutans Bakterien (Kariesbakterien) und Lactobacillus acidophilus im Mundraum deutlich reduziert!

So funktioniert Ölziehen

Beim Ölziehen behältst du ca. 1 Esslöffel Bio-Sesamöl, Bio-Sonnenblumenöl oder natives Kokosöl für mindestens 20 Minuten im Mund und ziehst das Öl durch die Zähne und den gesamten Mundraum. Diese lange Zeit ist notwendig, damit das Öl wirklich alle im Mund befindenden Bakterien erreicht. Du darfst das Öl auf keinen Fall schlucken, da es voller Giftstoffe ist. Das Öl wird immer flüssiger und irgendwann einmal weiß. Wenn die 20 Minuten vorbei sind, spuckst du das Öl in ein Küchenpapier und entsorgst das sehr toxische Öl im Restmüll.

Bei einem 2. Durchgang können noch mehr Gifte gelöst werden (mir persönlich fehlt dazu jedoch meist die Zeit).

Hast du Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen, kannst du das im Ayurveda empfohlene Öl „Arimedadi Thailam“ 2 x täglich zum Ölziehen nutzen.

Putze danach sofort deine Zähne, am besten mit einer separaten Zahnbürste.

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Das Morgen- oder Abend-Ritual

Die klassische Reihenfolge für das Reinigungs-Ritual wäre: Zungenschaben, Ölziehen, Zähneputzen und am Schluss die Nasendusche. Du kannst die Reihenfolge aber natürlich beliebig wählen. Ich fange zum Beispiel mit Nasendusche an (damit ich beim Ölziehen genug Luft bekommen), mache das Ölziehen unter der Dusche, schabe dann die Zunge und putze als letztes die Zähne.

Da es ein Ritual sein sollte, führe die Reinigung mit viel Achtsamkeit durch, ganz bewusst und ohne Störung. Stelle dir in deiner Phantasie vor, wie du alle Giftstoffe loslässt.

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Habe ich dich motiviert?  Ich bin gespannt, wie es dir mit den Reinigungs-Ritualen geht. Vielleicht machst du auch schon länger diese Techniken. Teile deine Erfahrungen mit uns, erzähle uns, wie es dir damit geht! Das würde uns freuen!

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4 Kommentare
  1. Christina M. sagte:

    Liebe Sabine,
    das klingt toll, v.a., da die Nasennebenhöhlen meine „Schwachstelle“ sind (bzw. hatte ich vor ein paar Jahren regelmäßig eine Masennebenhöhlenentzündung), werde ich mir so ein Kännchen zulegen. Aber wie ist das mit dem Öl? Gewöhnt man sich an diesen Geschmack? Ich kann mir das im Moment gar nicht vorstellen, so lange pures Öl im Mind zu behalten…

    Verfolge Euren Blog immer ganz begeistert!
    Liebe Grüße
    Christina

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Liebe Christina,

      ich nehme in der Regel Sesamöl. Manchmal wechsle ich aber auch zu Sonnenblumenöl oder Kokosöl. Versuche doch alle mal aus. Der Geschmack neutralisiert sich in innerhalb weniger Minuten. Mir fehlt morgens mittlerweile richtig was, wenn ich kein Öl schlürfe :-).

      Viele Grüße
      Sabine von FrauSeele

      Antworten
  2. Judith sagte:

    Hallo, liebes Frau Seele Team,
    ich führe z.Z. auch das Ölziehen als Kur durch. Dafür verwende ich ein „aromatisiertes Öl“ (Nelke, etc.) von Bioplanet glaube ich, das extra fürs Ölziehen entwickelt wurde. Auf der Packung steht 5 Minuten und ich bin schon froh, wenn ich diese geschafft habe. Ihr schreibt 20 Minuten. Bringen mir die 5 Minuten dann etwas?
    Danke für euren schönen Artikel! Ich versuche auch noch die Nasendusche in mein Morgenritual zu integrieren.
    Liebe Grüße, Judith

    Antworten
    • FrauSeele sagte:

      Liebe Judith,

      auch 5 Minuten Ölziehen bringen auf jeden Fall etwas. Ich habe sogar schon in einigen neueren Artikeln gelesen, dass 2 x 5 Minuten sogar besser sind, als 1 x 20 Minuten.

      Ich schlürfe das Öl täglich unter der Dusche und da werden es dann schon mal 20 Minuten. Aber auch ich mache oft nur 5 Minuten, wenn ich weniger Zeit habe.

      Herzliche Grüße
      Sabine

      Antworten

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