Die andere Seite der Krise

Was kannst du in diesen aufreibenden Zeiten tun, um dich und deine Gesundheit zu unterstützen und zu stärken? Zum einen natürlich dein Immunsystem fit halten, ganz wichtig! Hierzu gibt es viele effektive Möglichkeiten, über die wir in einem anderen Beitrag schreiben.

Zum anderen, und darum soll es in diesem Beitrag gehen, die ganze Sache von mehreren Seiten betrachten. Das ist so, wie mit der berühmten Medaille – die hat ja auch 2 Seiten.

Momentan, ganz aktuell im März 2020, befinden wir uns alle, mehr oder weniger, in einer Krise. Ich meine, natürlich, die „Corona-Krise“. Da wir seit Tagen erleben, wie viele Menschen gerade unter Angst und ihrer Hilflosigkeit leiden, möchten wir diese Ausnahme-Situation aus unserer Sicht beleuchten und weitere Möglichkeiten der Betrachtung anbieten.

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Das, was wir hier schreiben, ist natürlich unsere ganz persönliche Erfahrung und Meinung. Jeden Tag bekommen wir alle neue Infos und sammeln weitere Erkenntnisse. So kann es natürlich sein, dass wir das ein oder andere in ein paar Tagen anders sehen werden.

Wir hoffen allerdings, dass wir dich genau JETZT in bester Weise inspirieren und unterstützen können!

Kurzer Rückblick und Ausblick

Nach Jahrzehnten der Beschleunigung, wo es immer mehr um „höher, schneller, weiter“ ging, steht die Welt momentan gefühlt fast still. Ich höre zwar noch Vögel draußen zwitschern, Kinder lachen, aber es fahren viel weniger Autos durch die Straßen und die Menschen, die mir bei meinen unvermeidbaren Tätigkeiten draußen begegnen, sind bedächtiger und konzentrierter unterwegs. Es fühlt sich gerade vieles fast etwas surreal an….

Neben all dem Respekt vor dem großen Leid, das gerade vielen Menschen widerfährt, ist da noch etwas anderes spürbar.

Ist es Hoffnung?

Zumindest ist da auch etwas in mir, das sich versöhnlich und friedlich anfühlt. In einem Satz: ich hoffe, dass wir nun gerade in dieser äußeren Unsicherheit die Möglichkeit haben, gemeinsam – und doch jede für sich – innezuhalten und wertvolles zu erkennen. Wie wäre das für dich?

Ich finde diesen Gedanken sehr ermutigend!

Auf Facebook, Pinterest und Co sehe ich, wie Kreativangebote für Kinder in den „Coronaferien“ geteilt werden. Unterschiedliche weitere Posts bieten Hilfe für die an, die momentan auf Hilfe angewiesen sind. Positive Affirmationen werden geteilt und Italien singt wunderbare italienische Klassiker über alle Balkone hinweg.

Ist das möglich? Geschieht gerade wirklich etwas, was für viele bis vor kurzem ein unrealistischer Traum war? Was eher ins Kino gehörte, als ins eigene Leben?

Wir rücken in der „Verordnung der sozialen Distanz“ näher zusammen!

Ja, klar gibt es auch die Hamsterkäufe! Unzählige Witze über Toilettenpapier grassieren seit einigen Tagen durch die Medien. Und wahrscheinlich tut ein wenig Humor auch gut in dieser Zeit. Humor und lachen stärkt ja bekanntlich unsere Immunsystem!

Allerdings dürfen wir uns auch fragen, was manche Menschen zu diesem Verhalten bringt!? Sie tun das sicherlich nicht aus purer Freude!

Doch dazu später mehr…

Welche Wunder genau jetzt passieren

Faszinierenderweise freut sich anscheinend die Natur! Was für ein Geschenk für uns Menschen!

Dazu gibt es viele anschauliche Beispiele, die ich in mehreren Beiträgen gefunden habe. In Asien gibt es momentan viel weniger Luftverschmutzung als sonst. In Venedig sollen wieder mehr Fische in den Kanälen geboren worden sein, Delfine kommen näher an die Küste von Triest, da der Schiffsverkehr reduziert ist.

Ist das nicht auch ein wunderbareres Zeichen? Ist das, was da gerade passsiert, tatsächlich nur schlimm? Bei und mit ganz viel Respekt vor all den Menschen, die besorgt, schwer erkrankt oder gar verstorben sind… Haben wir eventuell auch Grund zu hoffen?

Wenn die Natur sprechen könnte: was würde sie uns jetzt wohl zurufen?

Lasst uns gemeinsam das überprüfen, was IST. Schauen wir es uns an und entrümpeln das, was nicht mehr stimmig für uns ist.

Ja, zugegeben, das ist nicht mal eben gemacht und manchmal auch mit Schmerz und Überwindung verbunden.

Das braucht Mut! Aber Entwicklung kann auch mal weh tun. Kennst du noch die Wachstumsschmerzen aus deiner Kindheit? Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich gerade abends im Bett häufig meine Knochen gespürt habe. Das war wirklich unangenehm, aber nötig, damit ich wachsen konnte.

Eine große Macht ist die Angst

Angst kommt von „angustus“ und bedeutet „eng, schmal“.

Wenn wir ängstlich sind, zieht sich alles in uns zusammen. Unser Körper ist auf das bloße Überleben fokussiert und wird eng. Unsere Atmung wird flacher und schneller, die Muskulatur spannt sich an, um fliehen oder kämpfen zu können, und alle nicht-lebensnotwendigen Körperprozesse werden runtergefahren. Ein wunderbarer Überlebensmechanismus der Natur, auf den wir zurückgreifen können.

Allerdings sind manche Menschen ständig in dieser angespannten Haltung, auch, wenn es gerade keine akute Gefahr gibt. Psychosomatische Beschwerden, wie bspw. viele Verspannungen, Kopfschmerzen und auch Bluthochdruck können dort ihren Ursprung haben.

Was macht die Angst noch? Sie schwächt unser Immunsystem und macht uns anfälliger für Viren, Bakterien und Co., von denen unser Körper nicht unbedingt alle gebrauchen und gesund integrieren kann.

Nicht zuletzt kann Angst auch zu irrationalem Verhalten beitragen, was sich u.a. in den oben angesprochenen Hamsterkäufen ausdrücken kann. Wahrscheinlich geht es hier um generelle Ängste, die ganz tief sitzen können und den Menschen häufig nicht bewusst sind. Macht haben sie trotzdem über die Betroffenen!

Zeit, der Angst näher zu kommen!

Vorneweg: natürlich gibt es auch sinnvolle Ängste, die uns schützen sollen. Wenn du bspw. ohne Sicherung ganz knapp vor einem Abgrund stehst, an dem es 100 Meter in die Tiefe geht, kann diese Angst dich schützen und dazu bewegen, einige Schritte zurück in Sicherheit zu gehen.

Eine Lösung für Ängste, die NICHT unserem Überleben dienen, ist die bewusste Auseinandersetzung mit ihnen.

Ängste sind Energien, die sich nicht einfach auflösen!

Das wäre einfach, oder? Wir schlucken unsere Angst herunter, verdrängen immer wieder sorgenvolle Gedanken und unser Körper kümmert sich darum. Und dann ist alles wieder gut!

So einfach ist es nicht. Wir dürfen uns ganz bewusst mit unseren Ängsten auseinandersetzen, um diese zu lösen. Das ist wirklich möglich!

Fühlst du dich angesprochen?

Dann frage dich: Was für eine Angst ist es tatsächlich, die in mir tobt?

So eine, für unsere Generation noch nicht erlebte, Phase von Unsicherheit kann tiefe Ängste nach oben spülen, die viele Menschen jetzt spüren. Wertvoll ist es in sich hineinzuhören, um erkennen zu können, um welche Ängste es sich hierbei wirklich handelt.

Wir werden auf unsere Urängste zurückgeworfen.

Ist es die Angst vor Krankheit, Siechtum, Existenzangst, Angst zu versagen, Angst etwas nicht getan zu haben, Angst vor Kontrollverlust – letztendlich die Angst vor der eigenen Endlichkeit?

Genau jetzt kannst du deine Ängste näher betrachten

Wir alle haben die Möglichkeit nun bewusst hinzusehen.

Worum darf ich mich noch kümmern?

Welche Themen habe ich noch nicht in mein Leben integriert?

Das können ganz alte Verletzungen sein. Dinge, wegen derer du anderen noch böse bist. Erfahrungen, die du bisher verdrängt hast, weil sie unangenehm für dich waren..

Frage dich weiterhin, was du vielleicht an alten Verhaltensweisen ablegen möchtest. Jetzt kann der ideale Zeitpunkt für derart wichtige Erkenntnisse sein.

Vielleicht magst du dich anders, gesünder, ernähren, dir mehr Vitalstoffe zuführen, dich mehr bewegen?

Vielleicht träumst du ja schon länger davon, endlich mal einem bestimmten Hobby nachzugehen, etwas auszuprobieren? Doch bisher dachtest du: später, wenn…

In all dem steckt nun die große Chance, durch das Ansehen und Loslassen alter Thema weiter zu werden, zu wachsen und somit aus der Enge der Angst in die Entspannung zu kommen.

Genau das braucht auch dein Immunsystem

Während die Angst uns in einen Alarmzustand versetzt und dadurch auf Dauer unser Immunsystem schwächt, stärkt Entspannung unser Immunsystem und balanciert außerdem auch unsere Hormone aus.  Ein doppelter Gewinn für körperliche und psychische Gesundheit – nicht nur in den Wechseljahren!

Hierbei können uns umfassende Lehren, wie bspw. Yoga (oder Tai Chi, QiGong) wunderbar unterstützen. In unserem FrauSeele-Yoga bekommst du bspw. ein umfassendes Konzept, um Körper, Geist und Psyche zu unterstützen und in erhellende Erkenntnisprozesse abzutauchen.

Weiterhin haben wir nun die Chance, uns unserer Werte (wieder) bewusst(er) zu werden!

Was zählt wirklich in deinem Leben?

Merkst du auch, dass plötzlich wieder Dinge wichtig werden, die du lange als selbstverständlich angesehen hast?

Vermisst du bereits jetzt soziale Kontakte, menschliche Nähe, die Möglichkeit dich frei bewegen zu können, unbeschwert zu sein?

Uns werden urplötzlich Dinge bewusst, für die wir dankbar sind und „ohne die alles nichts ist“!

Aus meiner Sicht geht es außerdem auch um Respekt! Ein wirklich umfassendes Thema.

Wen und was respektieren wir in unserer Gesellschaft? Wen schätzen wir ganz bewusst?

Wer bekommt einen fairen Ausgleich für ihre/seine so wichtige Unterstützung unserer Gesellschaft?

Nun wird deutlich, wie abhängig eine Gesellschaft gerade in Krisenzeiten von sozialen, pflegenden Berufen ist. Und nicht nur dann! Vieles ist selbstverständlich geworden. Solange alles lief, brauchten wir uns darum keine Gedanken zu machen.

Lasst uns die Bedeutung aller Pfleger, Pflegerinnen, ÄrztInnen, Therapeuten, Kindergärtnerinnen und LehrernInnen ganz deutlich hervorheben. Viele arbeiten schon seit Jahren bis an ihre Grenzen und werden dafür schlecht entlohnt. Es wundert mich nicht, dass man in diesen Berufsgruppen die höchsten BurnOut-Quoten findet.

Meine Erfahrung im Krankenhaus

Ich durfte vor 4 Wochen eine Freundin bei der Geburt ihres Kindes begleiten. Im Kreißsaal des Krankenhauses habe ich über 3 Tage ganz intensiv die wertvolle Arbeit der Hebammen, und schließlich auch einiger wunderbarer ÄrztInnen beobachten und miterleben dürfen.

Mit wieviel Empathie und großem Fachwissen sie alle ihre Arbeit ausgefüllt haben, hat mich sehr beeindruckt. Egal, ob es 10.00 Uhr morgens oder nachts um 2.00 Uhr war.

Leider, und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, kämpfen Hebammen seit Jahren um ihre Daseinsberechtigung. Geburtenstationen in Krankenhäusern schließen, weil sie nicht mehr rentabel sind. Ebenso einige psychosomatische Tageseinrichtungen. Außerdem wurden in den letzten Jahren wohl auch einige Intensivstationen geschlossen, da sie nicht rentabel waren.

Hallo? Ist das wirklich das, was wir wollen?

Gerade wird alles auf den Kopf gestellt!

Nun haben wir also die Chance, alles zu hinterfragen und in die Veränderung zu gehen. Jede einzelne von uns, aber auch wir als Gesellschaft.

Gemeinsam sind wir viel mehr, als die Summe von uns allen!

Wir können immer noch eine ganze Menge für alle tun. Lasst uns aus dieser herausfordernden und besonderen Zeit lernen!

Bleibt zu hoffen, dass diese wunderbare und helle Seite der Medaille uns noch lange unseren Weg weist zu mehr Gesundheit, Gleichberechtigung, Respekt, Achtsamkeit und Frieden!

Pass gut auf dich auf und bleib gesund!

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